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"Richard III.", Stückprojekt nach William Shakespeare, Theater Pforzheim

Premiere Samstag, 16.06.2018, 20:00, Podium

EINE AUFWÜHLENDE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER FRAGE: SIND WIR ALLE MÖRDER? Richard, Herzog von Gloucester, ist Außenseiter. Hässlich und missgebildet, hat er keine Chance bei den Frauen; selbst die Hunde bellen ihn an, wenn sie ihn sehen. So empfindet er für alles um ihn herum nur Hass und beschließt, „Bösewicht“ zu werden und die Königskrone an sich zu reißen. Dabei geht er völlig hemmungslos über Leichen …

 

Shakespeares 1592 entstandene Tragödie „König Richard III.“ lässt tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken – ebenso wie die unfassbaren Szenen, die sich im März 2017 im westfälischen Herne abspielten. Sozial isoliert, ermordete ein 19jähriger einen Nachbarsjungen mit dutzenden Messerstichen und brüstete sich mit der Tat im sogenannten „Darknet“. Jemand, der bis dahin auf der Verliererseite stand, tat etwas „Außergewöhnliches“, bei dem er sicher davon ausgehen konnte, dass ihm große öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wird.

Bist du auch ein Mörder? Kann möglicherweise jeder von uns zum Mörder werden? Wann wird die persönliche Hemmschwelle zu einer Bluttat überschritten? – Mit diesen Fragen setzt sich das Stückprojekt „RICHARD III.“ auseinander, basierend auf Motiven der gleichnamigen Vorlage von Shakespeare. In Zeiten, in denen wir in den Nachrichten regelmäßig mit Attentaten, Anschlägen und individuellen Gewalttaten konfrontiert werden, gilt offenbar eine schwerwiegende psychologische Erkenntnis: „Jeder kann zum Mörder werden. Es kommt nur auf die individuelle Schwelle, den individuellen Trigger an – oder auf die entsprechende totalitäre Ideologie."

Mittwoch, 20.06.2018:
    Beginn: 20:00
Freitag, 22.06.2018:
    Beginn: 20:00
Samstag, 23.06.2018:
    Beginn: 20:00
Freitag, 29.06.2018:
    Beginn: 20:00
Sonntag, 01.07.2018:
    Beginn: 20:00
Freitag, 06.07.2018:
    Beginn: 20:00
Samstag, 07.07.2018:
    Beginn: 20:00
Sonntag, 08.07.2018:
    Beginn: 20:00

 

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