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"Sagt Lila" in Hamburg

Am Samstag, dem 22. April um 19 Uhr findet im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses die Premiere von Sagt Lila statt. Nichts bekannt ist über den Autor und Ich-Erzähler Chimo, dessen Manuskript „Sagt Lila“ schnellen Ruhm auf dem französischen Buchmarkt erlangte. Ist Chimo wirklich der Name eines arabisch-stämmigen Jugendlichen aus den Pariser Vorstadt-Ghettos, der sein Manuskript anonym an den Verlag sendete, oder versteckt sich hinter dem Pseudonym ein arrivierter Schriftsteller mit feinstem Gespür für die Dramatik und Konflikte junger Menschen in einer feindseligen und stumpfen Welt?

Schau mal mein Gesicht, ein Engelsgesicht, sagen alle immer. Schau mal mein Haar, so was von blond sagt meine Tante, als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt extra für mich.

 

»Sagt Lila« ist eine raue und anrührende Liebesgeschichte zwischen dem jungen Araber Chimo und der sechzehnjährigen Französin Lila in einer Wohnsiedlung am Stadtrand von Paris.

Chimo weiß nicht so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll, und dann ist da plötzlich Lila:

Sie wohnt im Block gegenüber. Seit der ersten Begegnung will sie nicht mehr aus seinem Kopf. Lila hat das Gesicht und die blonden Haare eines Engels und macht Chimo die unglaublichsten erotischen Avancen. Ihre freie Art, über Tabus zu sprechen und jenseits aller moralischen Vorstellungen zu handeln, fasziniert Chimo und zieht ihn magisch an. Durch sie entdeckt er sein Leben neu, macht Pläne und schreibt alles heimlich in sein Tagebuch. Chimo will Schriftsteller werden.

Aber seine Freunde dürfen dieses Geheimnis auf keinen Fall erfahren. In ihren Augen ist Lila ein Flittchen und Schreiben etwas für Spinner. Nach einem Streit mit Lila kommt Chimo in ihre Wohnung, um sich zu entschuldigen. Er sieht sie gefesselt auf dem Boden liegen. Die anderen Jungs halten sie fest, sind dabei, sie zu vergewaltigen. Für ihn und Lila wird dies der letzte Tag ihres gemeinsamen Lebens sein.

Eine große Geschichte über die wahre Liebe, ersten Sex und den Verrat der Freundschaft. Das Stück erzählt schonungslos von Illusionen und harter Realität, von Zärtlichkeit, Enttäuschung und Ernüchterung.

 

»Sagt Lila«, als Tagebuchmanuskript tatsächlich anonym bei einem Verlag in Paris eingegangen und 1996 veröffentlicht, wird vom Schweizer Regisseur Daniel Wahl erzählt, der auch für die Stuttgarter Fassung des international erfolgreichen Stücks »I Furiosi« verantwortlich war. Seit dieser Spielzeit ist er Ensemblemitglied des Schauspielhauses.

 

Gefördert durch:

Hypovereinsbank

Hapag-LloydStiftung

Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

 

Bühne und Kostüme: Viva Schudt

Musik: Benjamin Brodbeck

Licht: Andreas Juchheim

Dramaturgie: Michael Müller

 

Es spielen: Konradin Kunze, Sean McDonagh, Julia Nachtmann, Renato Schuch, Martin Wolf

 

Premiere: 22.04.2006, Malersaal

 

Vorstellungen:

22.04.2006 19.00 Karten bestellen (Premiere)

02.05.2006 19.00 Karten bestellen

03.05.2006 11.00 Karten bestellen

03.05.2006 19.00 Karten bestellen

04.05.2006 11.00 Karten bestellen

01.06.2006 11.00 Karten bestellen

02.06.2006 19.00 Karten bestellen

 

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