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Schauspiel Stuttgart: "Metropolis / The Monkey Wrench Gang" mit Texten von Edward Abbey, Thea von Harbou und Stuttgarter Bürger/innenn

Fassung von Volker Lösch und Beate Seidel.

Premiere 21. Mai 2011, 20 Uhr, Niederlassung Türlenstraße/ARENA. -----

 

In "Metropolis" geht es um die Fragen einerseits nach dem Sinn eines technischen Fortschritts, der auf der radikalen Ausbeutung menschlicher und ökologischer Ressourcen beruht; andererseits nach der geeigneten Form des Widerstands gegen den Fluch der Moderne.

 

 

Sie werden in diesem Theaterprojekt in Verbindung gesetzt mit der skurrilen, witzig-bösartigen Öko-Rebellion von vier Umweltterroristen, die ihren Kampf gegen das Establishment als Kampf gegen die Vereinnahmung der letzten Refugien der Wildnis im Mittleren Westen der USA führen.

 

Wird in "Metropolis" der gewaltsame Aufstand der Gedemütigten als Produkt einer bewusst manipulierten Hetzkampagne beschrieben, so behauptet die "Monkey Wrench Gang", dass nur die Zerstörung der so genannten Hightech-Errungenschaften der Zivilisation zur Rettung der Welt beitragen können. (Abbeys Roman, der als Roman zur Lage in jedem "Stuttgart 21"-Bücherregal zu finden ist, war die literarische Entdeckung des Weihnachtsbuchgeschäfts des Jahres 2010.)

 

Die beiden einander ausschließenden Positionen in ein Verhältnis miteinander und zur aktuellen Bewegung für und gegen "Stuttgart 21" zu setzen, das soll den Mittelpunkt dieser Inszenierung bilden, die die Bürger dieser Stadt mit ihren Meinungen zum Zukunftsprojekt bzw. Milliardengrab zu Wort kommen lassen wird.

 

Was bedeutet der Fortschritt heute? Welchen Begriff von Zivilisation haben wir / sollten wir haben? Wie soll die Zukunft unserer Stadt aussehen? Wem gehört überhaupt die Stadt?

 

Diese Themen werden anhand des Ökorebellen-Roadmovies im Westernstyle und der in einen Stummfilm gebannten Science-Fiction-Farce als alles befriedende Herrschaftsphantasie gestellt. Was beide Denkmodelle miteinander zu tun haben, worin sie sich ausschließen und welchen Brückenschlag es zum nach wie vor zentralsten Diskussionsstoff in der Stadt gibt (auch nach den Landtagswahlen) - es soll herausgefunden werden.

 

Fassung von Volker Lösch und Beate Seidel

Regie: Volker Lösch, Bühne und Kostüme: Cary Gayler, Mitarbeit Kostüme: Teresa Grosser, Chorleitung: Bernd Freytag, Dramaturgie: Beate Seidel

 

Mit: Jonas Fürstenau (Bischof Love), Toni Jessen (Ranger Sam), Sebastian Kowski (George Hayduke), Martin Leutgeb (Doc Sarvis), Katharina Ortmayr (Bonnie Abbzug), Bijan Zamani (Seldom Seen Smith)

 

sowie Jutta Conrad, Sibylle Maus, Susanne Rüdisühl, Anette Wanner, Nana Just, Sabine Weissinger, Mariangela Toso, Ruhsar Aydogan, Sofia Lamatidze, Vanessa Nebenführ, Therese Lösch, Meike Boltersdorf, Natascha Kalantar Klaus Grabowski, Hans Sigmund, Eckhard Matthies, Dieter U. Ranz, Jochen Hoyler, Thilo Kreiser, Valentin Hebel, Markus Kettel, Daniel Hubertus, Philipp Falser, Rodrigo Pozo, Felix Keltsch, Lukas Funk

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