Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Schweizer Erstaufführung: Parzival von Lukas Bärfuss nach dem Versroman von Wolfram von Eschenbach im Stadttheater BernSchweizer Erstaufführung: Parzival von Lukas Bärfuss nach dem Versroman von...Schweizer...

Schweizer Erstaufführung: Parzival von Lukas Bärfuss nach dem Versroman von Wolfram von Eschenbach im Stadttheater Bern

Premiere 18. Dezember um 19.30 Uhr in Vidmar:1

 

Im Zentrum von Lukas Bärfuss’ Bearbeitung des mittelalterlichen Versromans über den nach Ritterwürde und Gralsherrschaft strebenden Parzival stehen die Suche nach Erkenntnis und der Versuch, sich in der Welt zurecht zu finden.

Der Knabe Parzival wächst in der Einöde auf. Seine Mutter enthält ihm die Welt

vor, belügt ihn über Gestalt und Gesetz der Wirklichkeit und bringt ihm bei, was man tun soll und zu unterlassen hat: Sprich nicht zu viel und quäle die Herren nicht mit deinen Fragen! Herangewachsen verlässt er sie und irrt durch die Welt. Unterwegs begegnet er verschiedensten Gestalten, kämpft und tötet und macht sich auf die Suche nach der Ritterwürde. Parzival durchlebt neben Abenteuern immer wieder extreme persönliche Konfliktsituationen, die er – aus Unkenntnis oder aufgrund von Fehlinterpretationen von Aussagen und Situationen – selbst zu verschulden hat. Doch gerade er, der über lange Jahre hinweg die Folgen seines Fehlverhaltens ertragen muss, erlangt am Ende die Gralsherrschaft.

 

Die Parzival-Dichtung Wolframs von Eschenbach gehört zu den bedeutendsten

literarischen Texten des deutschen Mittelalters. Lukas Bärfuss hat das Versepos bearbeitet und eine eigene, neue Fassung geschrieben, in welcher die Suche nach Erkenntnis und der Versuch, sich in der Welt zurecht zu finden, im Zentrum stehen.

 

Inszenierung Matthias Kaschig

Bühne Michael Böhler

Kostüme Sandra Klaus

Musik Philipp Ludwig Stangl

 

Parzival Milva Stark

Sigune, Ginover, Cudrie, Knappe Henriette Cejpek

Carnac, Jeschute, Conduiramour Marianne Hamre

1. Bauer, Schionatulander, Artus,

Gurnemanz, 2. Ritter, Höfling Andri Schenardi

Segramors, Orilus, Höfling Jonathan Loosli

Herzeloyde, Cunneware, Anfortas Marcus Signer

2. Bauer, Keye, Page, 1. Ritter,

Trevrizent, Höfling Lukas Turtur

Ither, Liase, Klamide, Höfling Diego Valsecchi

Kinderchor der Musikschule Köniz

 

Weitere Vorstellungen: 21. Dezember 2010 (ausverkauft)// 2./4./7./15.

27.(ausverkauft) Januar // 4. Februar // 19. März // 10. April 2011 // Vidmar:

Regisseur Matthias Kaschig, der in der vergangenen Spielzeit Woyzeck (Blood Money) nach Georg Büchner/Tom Waits und Der goldene Drache von Roland Schimmelpfennig (Einladung zu den Berliner Autorentheatertagen 2010), beide als Schweizer Ersaufführungen, inszenierte, zeigt mit Parzival seine nächste Arbeit am Stadttheater Bern.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑