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Stuttgarter Ballett präsentiert KLANG:KÖRPER

Premiere am Dienstag, 24. April 2007, 19:00 Uhr, Opernhaus

mit Werken von Glen Tetley, Jerome Robbins, Marco Goecke und Christian Spuck.

 

Der Ballettabend KLANG:KÖRPER feiert die Musik in

ihrer Rolle als elementare Inspirationsquelle von Choreographie. Alle vier Werke dieses Programms zelebrieren die Kompositionen, zu denen sie choreographiert wurden, aber sie

tun dies auf höchst unterschiedliche Weise.

In Christian Spucks das siebte blau nehmen die Musiker eines Streichquartetts auf der Tanzbühne Platz, doch ist der Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts weit davon entfernt, die Komposition Note für Note in Choreographie zu übersetzen. Bewegung und Musik lösen sich in Stimmung, Struktur und Dynamik immer wieder voneinander, scheinen gelegentlich sogar im

Widerstreit zu liegen, und gehören doch unauflöslich zusammen. Auch Glen Tetleys Voluntaries gelten als meisterhafte Verbindung von Musik und Bewegung. Hier bleibt die Orgel zwar im Orchestergraben, doch ihre akustische Wucht verschafft den Klängen geradezu physische Präsenz im Raum. In Marco Goeckes Solo Äffi wird der Tänzerkörper selbst zum Resonanzkörper. Die Handlungslosigkeit aller vier Ballette unterstreicht die Rolle der Musik als eigentlichen Ansporn der Bewegung. Zwar scheinen gelegentlich

narrative Elemente auf, doch verdichten sie sich nie zu einer Geschichte, sondern deuten lediglich Stimmungen und Beziehungen an. Dies gilt auch für Afternoon of a Faun, über das Jerome Robbins sagte: „Ich versuche, ein Thema nicht aufzudrängen, sondern anzudeuten und die Interpretation dem Publikum zu überlassen“.

 

Voluntaries

Choreographie Glen Tetley

Musik Francis Poulenc „Konzert für Orgel, Streicher und Pauken in g-moll“

Einstudierung Thierry Michel, Birgit Deharde, Tamas Detrich

Ausstattung Rouben Ter-Arutunian

Uraufführung 22. Dezember 1973, Stuttgarter Ballett

 

Afternoon of a Faun

Choreographie Jerome Robbins

Musik Claude Debussy „Prélude à L’après-midi d’un faune“

Einstudierung Ben Huys, Tamas Detrich

Bühnenbild und Beleuchtung Jean Rosenthal

Kostüme Irene Sharaff

Uraufführung 14. Mai 1953, New York City Ballet

Erstaufführung beim Stuttgarter Ballett 12. April 1998

 

Äffi

Choreographie Marco Goecke

Musik Johnny Cash „Hurt“, „The Man comes around“, „We’ll meet again“

Toncollage Herbert Schnarr

Einstudierung Rolando D’Alesio

Beleuchtung Udo Haberland

Uraufführung 18. Juni 2005, Arnheim, ARDT Dans Benefiet Gala

Deutsche Erstaufführung 4. Dezember 2005, Stuttgarter Ballett

 

das siebte blau

Choreographie Christian Spuck

Musik Franz Schubert, Auszüge aus „Der Tod und das Mädchen“

György Kurtag, Lontano aus „Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky“op 28 für Streichquartett

Dieter Fenchel „The Real Machine“

Einstudierung Birgit Deharde, Rolando D’Alesio

Bühnenbild Christian Spuck

Kostüme Miro Paternostro

Lichtdesign Andreas Rinkes

Uraufführung 2. April 2000, Stuttgarter Ballett

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