Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theatersommer Ludwigsburg 2013: „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“ Theatersommer Ludwigsburg 2013: „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“ Theatersommer...

Theatersommer Ludwigsburg 2013: „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“

Mit Woody Allens „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“ findet am Mittwoch, den 7. August die zweite Premiere der Spielzeit 2013 statt. Die Produktion steht bis zum Ende der Saison am 1.9. auf unserem Spielplan. Weiterhin ist immer Nachmittags im Kinder- und Familientheater Michael Endes „Momo“ zu sehen.

„Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie"

Premiere: Mittwoch, 7 August 2013 (Termine bis 1. September)

 

Drei Paare ist gleich sechs Menschen, macht zusammen rund ein Dutzend unterschiedliche Auffassungen – vom Sex sowieso, aber nicht nur. Doch eins nach dem anderen. Am Wochenende auf dem Lande will man wohlig ausspannen! Und ausspannen tun sie gründlich, die drei Partner-Paare. Vor allem spannen sie einander gegenseitig aus, was reihum für spannende Begegnungen der horizontalen Art sorgt …

 

Erfinder Andrew ist immer in Fahrt und kurz vor dem Abheben. Seine Frau Adrian kommt bei seinen Höhenflügen nie ganz hinterher – und leider ebenso wenig, wenn es um bodenständige Liebe geht. Kein Wunder, dass die beiden Eheleute ihr geräumiges Bett problemlos an Adrians Cousin Leopold abtreten können! Der braucht eins, denn er hat seine Verlobte Ariel dabei, und morgen ist Hochzeit. Wie aufregend! Freund Maxwell wiederum erscheint zu den gemeinsamen Wochenenden in stets neuer Begleitung. Diesmal ist es die romantisch veranlagte, schrankenlose Krankenschwester Dulcy. Zu Maxwells Leidwesen beginnt sie den angeberischen Leopold anzuhimmeln, nur weil der Buchautor und Professor ist! Zwischen den zwei Männern entbrennt Zwist auf den ersten Blick. Derweil bohrt Adrian misstrauisch nach, wie nahe sich bitte ihr Mann und die schöne Ariel von früher kennen. Der erfinderische Andrew windet sich unter ihren inquisitorischen Fragen. Aber mehr noch peinigt ihn der Verdacht, dass er mit Ariel seinerzeit die Liebe seines Lebens verpasst hat.

 

Der Abend kommt, der Garten entfaltet seine Zauberwirkung.Man trinkt reichlich Wein, die Hemmungen verflüchtigen sich wie das Tageslicht. Auf allgemeines Verlangen beschwört Andrew seine Geisterkugel, die rätselhafte, diffuse Liebesszenen enthüllt. Alles gerät in Bewegung, ein Wirbelsturm aus Fragen, Sehnsüchten und aufwühlenden Gemütslagen erfasst die Akteure. Dann überschlagen sich die Ereignisse endgültig – und alles Begehren, alle Erfüllung stehen auf Messers Schneide …

 

Woody Allens Film spielt um 1900, als das Kino noch in die Schule ging. Die Geschichte enthält eine wahrhaft wundersame Flut von Bezügen, am deutlichsten zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ und zu Ingmar Bergmans „Das Lächeln einer Sommernacht“ und der ausgesprochen theatralische Stoff ist voll von geistreichen Dialogen, die sich für die Bühne

eigentlich fast besser eignen als für den Film. Der Theatersommer bringt nun Liebesrausch und das Verwirrspiel, die Amouren und munteren Partnertausch-Übungen wieder an den Ort, wo sie hingehören – in einen verwunschenen Garten, der für dieses erotisierte SEXtett wie geschaffen ist.

 

für den Theatersommer eingerichtet von Christiane Wolff

REGIE: Christiane Wolff

KOSTÜME: Claudia Flasche

MIT: Diana Gantner, Meli Madukanya, Christian Werner, Uwe-Peter Spinner, Anja Taschenberg, Andreas Klopp

 

„Momo" (Termine bis 1. September)

Im Kindertheater tritt erneut Momo gegen die grauen Herren an. Zeitlos aktuell, führte der Aufstand des tapferen Mädchens gegen die Kapitalisten-Lobbyisten alle Altersstufen in den Cluss-Garten. Denn das fantasievolle, spannende Abenteuer ist zwar nach typischer Theatersommer-Art mit Humor, Spaß und feinfühlig ausgesuchter Musik gewürzt. Zugleich aber holt diese Kindertheater-Inszenierung reichlich Stoff zum Nachdenken und Mitträumen aus der Vorlage eines Autors heraus, der von sich einmal sagte: „im Grunde schreibe ich überhaupt nicht für Kinder.“

 

Auf den Internetseiten finden Sie alle Informationen zu den Stücken, den exakten Spielterminen und zur diesjährigen Saison.

 

www.theatersommer.net

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 18 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑