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"Tosca" - Oper in drei Akten von Giacomo Puccini am Stadttheater Bern

Premiere So., 03.10.2010, 18.00, Stadttheater

 

Folter und Tod, Glocken und Kanonen sind der Stoff, aus dem Puccinis fünfte Oper gemacht ist. Der politisch verfolgte Angelotti wird von dem Maler Cavaradossi versteckt.

Scarpia, der skrupellose Polizeichef, lässt Cavaradossi daraufhin verhaften. Tosca, die Geliebte des Malers, stellt er vor die Wahl: entweder sie gibt sich ihm hin, oder er unterschreibt das Todesurteil. Beim erzwungenen Tête-à-tête

tötet Tosca den Polizeichef, doch ihr Geliebter wird trotz Freilassungsdokumenten hingerichtet. Verzweifelt stürzt sich Tosca von der Engelsburg.

 

«Mit La Bohème wollten wir Tränen ernten, mit Tosca wollten wir das

Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig

strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.» Direkt

bekennt sich Puccini in den Ansichten über sein 1900 uraufgeführtes Werk zur

Hinwendung vom poetischen Rührstück zum naturalistisch schockierenden

Drama. Damit erwies er sich gerade mit dieser Oper, uraufgeführt fast auf den Tag genau ein Jahr vor Verdis Tod, als veritabler Erbe des Meisters in Sachen Verismo.

 

Treu bleibt Puccini seinem erkennbar eigenen musikalischen Stil, der Tosca einen Ehrenplatz in der erste Reihe der italienischen Repertoiresäulen sichert. Das Läuten von Kirchenglocken und der Gesang des Hirtenknaben sind die

Klangkontraste zu Toscas innigem Gebet und Cavaradossis blühenden Lyrismen in bekannter Puccini- Süsse. Schon seit Puccini die berühmte Sarah Bernhardt in der, Titelrolle des für sie geschriebenen Dramas von Victorien Sardou auf der Bühne gesehen hatte, trug er sich mit der Idee einer gleichnamigen Oper. Mehrere andere Komponisten, selbst Verdi, interessierten sich für die skandalumwitterte Tragödie, die Verleger Ricordi letztlich doch für Puccini reservieren konnte.

 

Nach der Uraufführung in Rom sicherte vor allem die nachfolgende Aufführung an der Mailänder Scala unter Arturo Toscanini der Oper den Status als Welterfolg.

 

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Nach dem Drama «La Tosca» von Victorien Sardou

In italienischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.

 

Musikalische Leitung Srboljub Dinić

Inszenierung Anthony Pilavachi

Bühne Markus Meyer

Kostüme Pierre Albert

Chorleitung Tarmo Vaask

 

Floria Tosca Gabriela Georgieva

Mario Cavaradossi Luis Chapa

Scarpia Carlos Almaguer / Vincent Le Texier

Spolett Andries Cloete

Ein Mesner Carlos Esquivel

Ein Hirt Stephanie Ritz

Cesare Angelotti Milcho Borovinov

Sciarrone Pier Dalas

Schliesser György Antalffy

Chor des Stadttheaters Bern

Kinderchor der Musikschule Köniz

Berner Symphonieorchester

 

Weitere Vorstellungen 09.10. 19.30,23.10. 19.30, 05.11. 19.30, 21.11. 18.00, 27.11. 19.30,

01.12. 19.30, 07.12. 19.30, 15.12. 19.30, 19.12. 15.00, 23.12. 19.30, 29.12. 19.30, 08.01.

19.30, 11.01. 19.30, 22.01. 19.30, 23.02. 19.30, Stadttheater

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