Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Eros" nach dem Roman von Helmut Krausser im Volkstheater MünchenUraufführung: "Eros" nach dem Roman von Helmut Krausser im Volkstheater...Uraufführung: "Eros"...

Uraufführung: "Eros" nach dem Roman von Helmut Krausser im Volkstheater München

München Premiere am 28. Mai 2009 um 20 Uhr

 

»Es wird Zeit, etwas festzuhalten. Nicht unbedingt mein Leben, aber die Geschichte einer Liebe. Meiner Liebe.« So beginnt Kraussers Roman von 2007. Sophie heißt die angebetete des Großindustriellen Alexander von Brücken.

 

 

Er gibt die Romanze als Ich-Erzähler 583 Seiten stark selbst zu Protokoll.

 

Aber das, was von Brücken als seine Liebe bezeichnet, ist genau genommen eine bis an sein Lebensende unerfüllte Leidenschaft. Krausser benutzt die Lebensgeschichte dieses Wirtschaftskapitäns, um ein detailliertes Bild der bundesrepublikanischen Gesellschaft zu entwerfen, das von den Kriegs- und Nachkriegswirren bis zum Ende des Jahrhunderts reicht – kritisch, aber nicht polemisch.

 

Die Dramaturgin Katja Friedrich arbeitet mit der Regisseurin Christine Eder an einer Adaption des Romans, die beide Handlungsstränge herauspräpariert: die individuellen Schicksale der Protagonisten dieser Familiensaga wie das Sit-tenbild einer allmählich ins Trudeln geratenden Wohlstandsgesellschaft. Helmut Krausser, 1964 in Esslingen geboren, hat in den 20 Jahren seiner schriftstellerischen Tätigkeit neun Romane und zehn Theaterstücke veröffentlicht, dazu zwei Gedichtbände, Libretti, Drehbücher, Hörspiele und zwölf Bände Tagebücher.

 

Die Liste der Preise und Stipendien ist beeindruckend. Sein Drama "Diptychon" wurde 2005 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen uraufgeführt.

 

Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

 

Regie: Christine Eder

Bühne: Monika Rovan

Kostüme: Annelies Vanlaere

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑