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Uraufführung: NAHKAMPF von Sabine Harbeke im Luzerner Theater

PREMIERE: Samstag, 3. Mai 2014, 20.00 Uhr, UG Luzerner Theater. -----

Das UG des Luzerner Theaters zeigt bis Juni zeitgenössische Schweizer Literatur und bringt drei Stücke von Katja Brunner, Daniel Mezger und Sabine Harbeke zur Uraufführung. Die dritte und letzte Uraufführung der Reihe zeigt Sabine Harbekes Stück «nahkampf». Die Zürcherin schreibt das Stück für das Luzerner Theater und inszeniert es auch.

«ich hatte ihr erklärt was kommen würde, ich hatte mit vielen gesprochen. die schleuse, die engen gänge, die kameras, die drehtüren, eins nach dem anderen und du hörst nur die eigenen geräusche, den eigenen atem. und warten. vorallem warten. irgendwann leute in uniform hinter glas, fingerabdrücke, papiere. niemand spricht ein wort, handzeichen, kopfzeichen, lichtzeichen. und alles nährt deine unsicherheit, du zögerst, spürst dein herzklopfen, zensierst deine gedanken, antizipierst dein zusammenzucken, den ersten schlag. und plötzlich wirst du ausgespuckt, stehst draussen im staub. und es ist heiss.» So der Beginn der ersten Szene. Ein Mann und eine Frau. Sie kennen sich, haben sich aber wohl eine Weile nicht gesehen. Dann sprechen sie über seine Mutter. Er wollte mit ihr über die Grenze? Sie musste zurückbleiben? Erinnerungen, Erklärungsversuche … und viele Fragen, nicht nur an die Vergangenheit.

 

Zweite Szene: Schwester und Bruder. Sie sprechen über ihre Mutter. Worte, Sätze, Aussagen des Paares vorher wiederholen sich, die Situation ähnelt sich. Auch hier der Versuch, sich gegenseitig und selbst zu erinnern, Erklärungen werden gesucht … und wieder viele Fragen. «Im Gehen lässt es sich leichter lügen.» - ein Fazit?

 

Dritte Szene: uniformierte Männer und Frauen, sie rennen, sie durchsuchen, sie kontrollieren; einer singt ein lied.

 

Darsteller und Zuschauer begegnen sich auf der Suche nach Wahrheit, indem sie sich auf ein Spiel mit Fiktionen einlassen. Gemeinsam entdecken sie die Brutalität und die Schönheit, die in jedem Satz, in jeder Entscheidung liegt, da so vieles ausgeschlossen wird, um die eine Geschichte zu ermöglichen, die wir glauben – bis es wieder eine andere ist.

 

Der Theaterabend verspricht, die Erwartungen der Zuschauer zu provozieren oder zu brechen und manchmal überraschend zu verdichten, da das Gleiche an einem Abend wieder und wieder verschieden erzählt wird.

 

Sabine Harbeke ist eine der meistgespielten Schweizer Dramatikerinnen. Die Theaterautorin, Regisseurin und Filmemacherin bringt ihre Stücke, die vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt wurden, in der Regel selbst zur Uraufführung. Nach dem Studium der visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern studierte sie an der School of Visual Arts in New York Filmregie und arbeitete in der Independent Filmszene. Seit 2009 leitet sie die Regieklasse an der Zürcher Hochschule der Künste. Sabine Harbeke schreibt und inszeniert u.a. für das Theater Neumarkt Zürich, das Theater Basel, das Theater Bern, das Schauspielhaus Bochum und das Thalia Theater Hamburg.

 

BESETZUNG

Peter Ender, Wiebke Kayser, Juliane Lang, Clemens Maria Riegler

 

PRODUKTIONSTEAM

Sabine Harbeke (Inszenierung), Viola Valsesia (Bühne), Silvana Arnold (Kostüme), Ulf Frötzschner (Dramaturgie)

 

Alle Vorstellungen

3.5. | 7.5. | 10.5. | 14.5. | 15.5. | 17.5. | 24.5. | 5.6. | 15.6.2014

 

EXTRA: Entdecker-Pass 3 Uraufführungen im UG

Die drei Schweizer Uraufführungen von Katja Brunner, Daniel Mezger und Sabine Harbeke zum Preis von zwei mit dem Entdecker-Pass! CHF 60 anstelle CHF 90, er ist an der Theaterkasse erhältlich.

 

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