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Uraufführung: "Wir müssen reden" - Eine Stückentwicklung - Schauspielhaus Bochum

am 22. September 2017, 19.30 im Theater Unten. -----

Was war zuerst da, die Gesellschaft oder die Familie? Findet sich das Große wirklich im Kleinen wieder? Und das Kleine im Großen? Wie wird Demokratie gemacht? Was ist schwieriger: Anderen vertrauen, dass sie gute Entscheidungen treffen? Oder alles alleine machen?

Schließen Herrschen und Lieben einander aus? Haben Eltern immer Recht? Wenn alles so blöd ist, warum pflanzen wir uns überhaupt fort? Können wir noch mit unserem Sohn sprechen, obwohl er politisch untragbar geworden ist? Wer kümmert sich um unsere Bedürfnisse? Wer schmiert uns ein Schnittchen?

 

Die Autorin Laura Naumann, die Regisseurin Anna Fries und Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles haben sich bei Bochumer Familien zum Abendessen eingeladen. Diese Abendessen bildeten den Ausgangspunkt für „Wir müssen reden“, eine Inszenierung um den Abendbrottisch als Zentrum des Universums.

 

Laura Naumann (*1989) gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen jungen Autorinnen. Ihre Stücke wurden zu diversen Festivals eingeladen. Sie war bis 2014 Mitglied von machina eX und ist Teil des Theaterkollektivs Henrike Iglesias. Für das Schauspielhaus Bochum schrieb sie die Stücke „Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken“ (UA im März 2014) und „Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand“ (UA im September 2016).

 

Anna Fries (*1986), Regisseurin und Bühnenbildnerin, ist Gründungsmitglied und seit 2014 Künstlerische Leiterin des Medientheaterkollektivs machina eX, mit dem sie interaktive theatrale Point n' Click Adventures entwickelt und für den Best OFF-Preis der Stiftung Niedersachsen nominiert und zum Theaterfestival Impulse eingeladen wurde. 2014 hatte das im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes entstandene Game „Right of Passage“ Premiere, mit dem machina eX für den Friedrich-Luft-Preis nominiert wurde. Außerdem ist sie Mitglied des feministischen Autorinnen- und Performerinnen-Kollektivs Henrike Iglesias. Die mit Henrike Iglesias in der Residenz des Schauspiel Leipzig entstandene Performance „I can be your hero baby“ wurde 2015 für das virtuelle Theatertreffen von nachtkritik.de nominiert. Sie inszeniert u. a. am Staatstheater Braunschweig und am Staatstheater Karlsruhe.

 

Text: Laura Naumann

Regie: Anna Fries

Bühne & Kostüme: Barbara Lenartz

Musik: Malu Peeters

Dramaturgie: Miriam Wendschoff

 

Mit: Therese Dörr, Lisa Jopt, Anke Zillich, Günter Alt, Jana Deppe

 

Die nächsten Vorstellungen: 26. & 30. September, 17. & 28. Oktober

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