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WASSA SCHELESNOWA von Maxim Gorki im Schauspielhaus Bochum

Premiere am 2. Oktober2013 in den Kammerspielen. -----

Eine starke, unerbittliche Frau steht im Zentrum von Gorkis Drama von 1935: Wassa, Chefin des Familienunternehmens, Mutter und Großmutter. Ihren unfähigen Mann, den seine pädophilen Übergriffe vor Gericht gebracht haben, drängt sie ins Aus, Bruder und Töchter nimmt sie nicht ernst, der Sohn liegt im Sterben, die anderen Kinder sind tot.

Einzige Hoffnung ist der Enkel: Er soll die Reederei einst erben. Doch seine Mutter Rachel, Wassas schöne und kluge Schwiegertochter, hat andere Pläne. Als gesuchte Revolutionärin reist sie inkognito ein, um den kleinen Sohn aus den Fängen der Familie zu retten und ins sichere Ausland zu bringen. Es kommt zur Konfrontation zwischen den beiden Frauen. Gleich stark, vertreten sie gegenteilige Positionen: Wassa die des Unternehmens und Rachel den radikalen Umsturz. Hier werden die Fragen auch unserer Zeit verhandelt: Opfern wir der Logik des Kapitals alle menschlichen Werte auf, oder stoppen wir die erbarmungslose Ausbeutung aller Ressourcen und suchen nach Alternativen?

 

Die Antagonistinnen werden von Katharina Linder (Wassa) und Bettina Engelhardt (Rachel) gespielt. Jan Neumann, der in Bochum u. a. „Bunbury“ und die „Ehe der Maria Braun“ auf die Bühne brachte, inszeniert die Neuübersetzung von Ulrike Zemme, die sich durch einen klaren, direkten, heutigen Ton auszeichnet.

 

Deutsch von Ulrike Zemme

 

Regie: Jan Neumann, Bühne: Daniel Angermayr, Kostüme: Nini von Selzam, Musik: Thomas Osterhoff, Dramaturgie: Kekke Schmidt

 

Mit: Roland Bayer (Prochor Borisowitsch Chrapow), Friederike Becht (Ljudmila), Anna Döing (Lisa / Polja), Therese Dörr (Natalja), Bettina Engelhardt (Rachel), Nicolas Garin (Jewgenij), Felix Lampert (Pjatjorkin), Katharina Linder (Wassa Borisowna Schelesnowa), Henrik Schubert (Melnikow), Daniel Stock (Anna Onoschenkowa), Klaus Weiss (Sergej Petrowitsch Schelesnow)

 

Die nächsten Vorstellungen: 6.10., 10.10., 20.10.

 

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