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WOLFGANG BORCHERT THEATER Münster: DER BESUCHER von Éric-Emmanuel Schmitt

Premiere A | Donnerstag, 5. November 2009

Premiere B | Samstag, 7. November 2009, Beginn 20 Uhr

Anläßlich des 70. Todestages Sigmund Freuds

 

Wien, im April 1938 – ein Abend in der Wohnung von Sigmund Freud. Die Nationalsozialisten beherrschen die österreichische Hauptstadt, und der jüdische Psychoanalytiker zögert seine Emigration hinaus.

Da wird seine Tochter Anna von der Gestapo zum Verhör abgeführt. Plötzlich taucht ein geheimnisvoller Besucher auf und konfrontiert den krebskranken Freud mit detailliertem Wissen über seine Vergangenheit und seine Zukunft. Wie kann dieser Fremde das alles wissen? Wer ist er? Ein Wahnsinniger, ein Patient, Satan, ein Traum Freuds aus dem Unterbewußtsein oder vielleicht Gott höchstpersönlich? Eine messerscharfe verbale Auseinandersetzung der beiden Widersacher beginnt. In dem kontroversen Dialog voller Trotz, Verstand, Zynismus, Selbstzweifel und Glauben nähert man sich langsam der Wahrheit . . .

 

Eine brillante philosophische Wortschlacht über Leben und Tod, über Atheismus und Glauben, über Theodizee – auf der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis!

 

Éric-Emmanuel Schmitt bestätigt mit DER BESUCHER wieder einmal, philosophische und ernsthafte Themen mit leichter Hand, kriminalistischem Gespür und Wortwitz zu garnieren. Seit den frühen 1990er Jahren gehört Schmitt mit Yasmina Reza zu den bedeutendsten zeitgenössischen französischen Theaterautoren. Er studierte zunächst Musik, später Philosophie und schloß seine Dissertation über den Aufklärer Diderot, dem Protagonisten seines Stückes DER FREIGEIST, ab. Mit DER BESUCHER – ausgezeichnet mit dem "Prix Molière" – gelang ihm 1993 sein internationaler Durchbruch als Dramatiker.

 

Stücke von Éric-Emmanuel Schmitt stehen am Wolfgang Borchert Theater seit 2006 auf dem Spielplan, so die metaphysische Komödie DER FREIGEIST, der Ehekrimi KLEINE EHEVERBRECHEN, das "Passions"-Spiel MEINE EVANGELIEN und die sonderbare Liebesgeschichte ENIGMA. DER BESUCHER ist bereits das fünfte Stück des französischen Theaterstars im Hause. Auch dieses Mal führt WBT-Intendant Meinhard Zanger Regie. Die Rolle des Sigmund Freud hat Andreas Weißert übernommen, der als älterer Martin Heidegger aus DIE BANALITÄT DER LIEBE bekannt ist.

 

Inszenierung | Meinhard Zanger

Ausstattung | Petra Buchholz

 

Mitwirkende | Andreas Weißert [Sigmund Freud] | Sabrina vor der Sielhorst [Anna Freud, seine Tochter] | Jens Ulrich Seffen [Der Nazi] | Sven Heiß [Der Unbekannte] |

 

Weitere Vorstellungen [November]:

So 8.11. | 18 [!] Uhr

Do 12.11. + Fr 13.11. | 20 Uhr

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