Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„529 km Geschichte mit Zukunft“ - Kooperation zwischen dem Maxim Gorki Theater Berlin und dem Stary Teatr Krakow aus Polen „529 km Geschichte mit Zukunft“ - Kooperation zwischen dem Maxim Gorki... „529 km Geschichte mit...

„529 km Geschichte mit Zukunft“ - Kooperation zwischen dem Maxim Gorki Theater Berlin und dem Stary Teatr Krakow aus Polen

Start des Kooperationsprojektes: Gastspiel am Mittwoch, 21. Oktober 2009, um 19.30 Uhr, im Maxim Gorki Theater:

Bertolt Brecht

PIEKARNIA / DER BROTLADEN

Spielfassung von Manfred Karge und Matthias Langhoff

Polnische Erstaufführung

In polnischer Sprache mit deutscher Übertitelung

 

In diesem Herbst startet eine längerfristige Kooperation zwischen dem Maxim Gorki Theater Berlin und dem Stary Teatr Krakow aus Polen.

 

 

Schon seit einigen Jahren bestehen Arbeitskontakte und persönliche Beziehungen zwischen beiden Häusern (u. a. inszenierte Armin Petras 2005 in Krakau „Der achte Tag der Woche“ nach Marek Hłasko). In den kommenden zwei Spielzeiten werden das Maxim Gorki Theater und das Stary Teatr einen Gastspielaustausch und gemeinsame Theaterproduktionen realisieren. Im Oktober 2009 gastiert das Stary Teatr mit Bertolt Brechts „Der Brotladen“ in der Regie des jungen deutsch-polnischen Regisseurs Wojtek Klemm am MGT Berlin. Das Maxim Gorki Theater wird im November 2009 mit den Inszenierungen „Amphitryon“ und „Heaven (zu tristan)“ am Stary Teatr zu Gast sein.

 

Bertolt Brecht

PIEKARNIA / DER BROTLADEN

 

Entstanden 1929/30, nach dem großen Börsencrash, beschreibt Bertolt Brechts Lehrstück „Der Brotladen“ den unaufhaltsamen sozialen Abstieg der Witwe Queck und den Überlebenskampf des Zeitungsjungen Washington Meyer. Brechts Versuch, die Mechanismen des Finanzkapitalismus am Schicksal des Einzelnen abzubilden, lässt sich vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Situation neu prüfen.

 

Es spielen: Małgorzata Hajewska-Krysztofik, Monika Jakowczuk, Beata Paluch, Małgorzata Gałkowska; Błazej Peszek, Adam Nawojczyk, Zbigniew W. Kaleta, Bogdan Brzyski, Bolesław Brzozowski, Wiktor Loga-Skarczewski, Krysztof Wieszczek, Marcin Kalisz, Grzegorz Grabowski

 

Regie: Woitek Klemm, Bühne: Mascha Mazur, Kostüme: Julia Kornacka, Musik: Dominik Strycharski

 

Wojtek Klemm, geboren 1972 in Warschau, kam Mitte der achtziger Jahre mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach einem Regie-Studium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ arbeitete er zunächst als freier Regisseur sowie als Regieassistent bei Frank Castorf, Dimiter Gotscheff und Christoph Schlingensief an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit 2005 inszeniert Wojtek Klemm regelmäßig in Polen. Er arbeitete u. a. am Teatr Wybrzeże in Danzig, am Teatr Powszechny in Warschau, am Stary Teatr in Krakau und am Teatr Współczesny in Breslau. Für das Wiener Volkstheater realisierte er u. a. die österreichische Erstaufführung von „3 von 5 Millionen“ von Fritz Kater. Am Tmuna Theater in Tel Aviv hatte im August 2009 seine Inszenierung von Michał Walczaks „Die Reise ins Innere des Zimmers“ Premiere. Das Teatr Norwida im niederschlesischen Jelenia Góra wurde unter Klemms zweijähriger künstlerischer Leitung (2007 – 2009) von der polnischen Tageszeitung „Dziennik“ für die Spielzeit 2007/08 zum Theaterort des Jahres und von der Wochenzeitung „Wprost“ Anfang 2009 unter die zehn interessantesten Theater Polens gewählt.

 

Das Stary Teatr in Krakau, gegründet 1781, ist eine der ältesten und bedeutendsten Bühnen Polens. In den 1970er Jahren schrieben hier Andrzej Wajda und Konrad Swinarski u. a. mit Dostojewskis „Dämonen“ und Mickiewicz‘ „Totenfeier“ Theatergeschichte. Regiegrößen wie Krystian Lupa oder Grzegorz Jarzyna und Krzysztof Warlikowski arbeiteten am Stary Teatr. 1991 wurde es zum Nationaltheater ernannt. 2002 übernahm der Regisseur und Schauspieler Mikołaj Grabowski die künstlerische Leitung des Stary Teatr. Seitdem öffnet sich das Haus zunehmend für eine neue Generation polnischer Theaterschaffender wie Jan Klata, Michał Zadara oder Maja Kleczewska. Das Repertoire prägen Neuinterpretationen klassischer Stoffe ebenso wie die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Dramatik.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑