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7. Festival Internationale Neue Dramatik auf der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz

vom 29. März bis 1. April 2007.

 

Der Fokus des diesjährigen Festivals liegt auf neuen Stücken aus

Israel. Die israelisch-palästinensische Region ist einer der weltpolitisch brisantesten Krisenherde, der aus historischer Perspektive eng mit der deutschen Vergangenheit verwoben ist.

 

Dies ist der Ausgangspunkt der Beschäftigung mit neuen Stücken aus dem

Nahen Osten, die mit F.I.N.D. 7 beginnt und in der nächsten Spielzeit mit einem palästinensischen Schwerpunkt fortgesetzt wird.

 

In Israel ist die Nachfrage nach neuen Stücken groß. Es gibt keinen Kanon israelischer, hebräischer Klassiker. Somit besteht das Repertoire zu etwa 80% aus zeitgenössischer Dramatik, die vor einem breit gefächerten Publikum gespielt wird. Vier sehr unterschiedliche Theatertemperamente werden präsentiert:

das enfant terrible der israelischen Dramatik, Hanoch Levin, der bereits als Klassiker der Moderne gilt; Hillel Mitelpunkt, der sich immer wieder mit dem Verlust der Unschuld der komplexen israelischen Gesellschaft befasst und fester Bestandteil der Spielpläne ist; den jungen Autor Ido Bornstein, der Erfolge in der freien Szene feiert; und die junge Autorin und Regisseurin Yael Ronen, die sich besonders durch ihre radikale Thematisierung des israelisch-palästinensischen Konflikts auszeichnet.

 

Lebensgefühle und Lebenswelten werden beleuchtet, die einen neuen Blick auf das heutige Israel eröffnen – eine Sichtweise fernab der hierzulande präsenten Bilder der jüdisch-deutschen Vergangenheit und des medientauglichen blutigen Konflikts. Vielmehr geht es um Alltagsperspektiven, die im Spannungsverhältnis zwischen Terror und Besatzung liegen, zwischen Demokratie und Rassismus, Säkularisierung und Orthodoxie.

 

Eingebettet ist dieser Schwerpunkt in ein Umfeld neuer europäischer Stücke. Das Festival FRANCE EN SCÈNE gastiert mit einem Live-Hörspiel des französischen Autors Jean-Luc Lagarce und dem Gastspiel »La Tour de la Défense« der Compagnie Théâtre des Lucioles, der junge Däne Aleksa Okanovic zeigt die Familie als Keimzelle eines Generationenkonflikts, die englische Autorin Debbie Tucker Green beschreibt eine Insel von Frauen und Sextourismus, der Gewinner des 4. Stückewettbewerbs Lorenz Langenegger

will in seinem Stück einen gigantischen Dom bauen. Und das Autorenprojekt »Speeddating« verführt mit einer ganz besonderen Schauspieler-Zuschauer-Situation…

 

 

Programm www.schaubuehne.de

 

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