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Berlin: Das Haus der Kulturen der Welt eröffnet neu

Mit dem New-York-Programm, bei dem es exemplarisch um die Zukunft der globalen Metropolen geht, öffnet das Haus am 23. bis 26. August 2007 seine Türen. Die Wiedereröffnung und "New York" wird der Start für eine Reihe von neuen Formaten und Festivals, die in Zukunft das Haus prägen werden.

Nicht nur die Kongresshalle wurde in der einjährigen Umbauphase runderneuert; das HKW hat diese Zeit auch genutzt, seine inhaltliche Ausrichtung und Programmstruktur zu reflektieren.

 

Die ehemaligen Peripherien des Südens rücken immer mehr ins Zentrum des Weltgeschehens und bestimmen unsere Welt im Norden mit. Vor diesem Hintergrund geht es nicht mehr darum, andere Kulturen vorzustellen. Zentrale Aufgabe des HKW wird sein, die Problemstellungen unserer Gesellschaften in einem globalen Rahmen zu thematisieren. In diesem globalen Dialog müssen die Anderen gehört und eigene Positionen vertreten werden.

 

Am 23. August 2007 wird nach einem Jahr Umbauarbeiten das Haus der Kulturen der Welt wiedereröffnet. Nur kurze Zeit später, am 19. September, feiert das Haus den 50. Jahrestag der Einweihung seines Gebäudes, der Kongresshalle. Das Eröffnungswochenende lädt ein zur Wiederentdeckung des Hauses der Kulturen der Welt und gibt mit hochkarätigen Veranstaltungen Ausblick auf das intensive dreimonatige Programm zur globalen Metropole New York.Das 50jährige Jubiläum nimmt das Haus der Kulturen der Welt zum Anlass für ein interdisziplinäres Projekt zu den transatlantischen Beziehungen mit Fokus auf New York. An der globalen Metropole New York lassen sich politische, künstlerische und urbane Entwicklungen erkennen und vorwegnehmen, die in Berlin auf der Tagesordnung stehen, unter anderem, was den gesellschaftlichen Wandel in Folge der transnationalen Migration betrifft.

 

Die ersten drei Tage sind eine Einladung, das Haus wieder in Besitz zu nehmen und neu zu entdecken. Am Donnerstag, dem 23. August, bieten die Vernissage der Ausstellung „New York – States of Mind“, interaktive Performances und Künstlerpanels einen exklusiven Blick auf eine der spannendsten Kunstszenen der Welt. Den Pulsschlag der Stadt vermittelt ihre Musik: von neu entdecktem Broadway über Folkmusik aus dem Greenwich Village bis hin zu mitreißender Latino-Musik aus Spanish Harlem. Performances, Filme, Lesungen und Diskussionen erschließen den Big Apple. DJs erweisen dem legendären Nachtleben von New York City ihre Reverenz.Am Freitag, dem 24. August, tritt mit dem Spanish Harlem Orchestra eine New Yorker All-Star-Formation auf, die Salsa, Mambo, Cha Cha Cha, Bolero und Latin Swing auf höchstem musikalischen Niveau darbietet. In der Langen Nacht der Museen am Samstag, dem 25. August, ist das Haus geöffnet mit Sonderaktionen für kulturelle Nachtschwärmer: Rund um die Präsentationen bildender Kunst zeigen Stummfilme die Anfänge Manhattans, kommentieren Performer das „nomadische New York“, legen DJs aus New-York und Berlin auf. Der 26. August steht im Zeichen von Jazz und Rock ’n’ Roll, Petticoat, Milchbar und Nierentisch - ein Familienfest zum 50. Geburtstag der Kongresshalle in Erinnerung an die Entstehungszeit des Gebäudes. Kurzum: das Haus der Kulturen der Welt heißt New York an der Spree willkommen!

 

Am Falle New Yorks lassen sich politische, künstlerische und städtische Entwicklungen erkunden, die auch in Berlin auf der Tagesordnung stehen. Als globale Metropole vereint New York transnationale Migration, Tourismus als Wirtschaftsfaktor, Immobilienboom und soziale Randlagen. Mit dem New York Festival feiert das Haus auch seinen Geburtstag. Vor 50 Jahren wurde die Kongresshalle - seit fast zwei Jahrzehnten das Haus der Kulturen der Welt - eingeweiht. Die "schwangere Auster" war ein Geschenk der USA an West-Berlin. Das Jubiläum ist Anlass zum Nachdenken über die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen in einer globalisierten Welt.

 

Geschichte des Hauses

Der geflügelte Bau wurde 1957 als Geschenk der Regierung der Vereinigten Staaten und als Symbol einer die USA und Deutschland verbindenden transatlantischen Moderne an das Nachkriegs-Berlin übergeben. In dem vergangenen halben Jahrhundert haben wesentliche Veränderungen in den weltweiten Kräfteverhältnissen stattgefunden, die zukünftige globale Konflikte und Chancen bestimmen.

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