Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
BLACKOUT - Monolog von Ingrid Israel - THEATER FREIBURG BLACKOUT - Monolog von Ingrid Israel - THEATER FREIBURG BLACKOUT - Monolog von...

BLACKOUT - Monolog von Ingrid Israel - THEATER FREIBURG

Premiere: Donnerstag, 21. Mai 2009, 20 Uhr, Kleines Haus

 

»Dicke Luft im Schauspielhaus« war in der Freiburger Sonntagszeitung vom 20.6.2000 zu lesen. Und weiter: »Nur 15 Minuten dauerte am Sonntag »Der Tod eines Handlungsreisenden«, dann brach Hauptdarsteller Helmut Grieser auf der Bühne zusammen.

Der Grund für den plötzlichen Schwächeanfall: die Bullenhitze in dem unklimatisierten Saal.« Die Diagnose der Ärzte lautete: amnestische Episode, das heißt eine vorübergehende Trennung der beiden Gehirnhälften, die nach einem gesunden Schlaf wieder zusammenwachsen können.

 

Dieses Ereignis nimmt das Stück »Blackout« von Ingrid Israel zum Ausgangspunkt einer Reise in die Unterwelt des Bewusstseins. In der Rolle des römischen Dichters Vergil, der den Landbau und die Bienen besingt, erleidet der Schauspieler Herr G. auf offener Bühne einen Blackout. In den Sekunden seiner Absence erinnert er sich an die verschiedenen Phasen seines Theaterlebens und irrt mit dem Dichter Vergil durch seine Vergangenheit wie durch eine komische, wüste Alptraumlandschaft. Dabei begegnet er einem anderen Selbst in Gestalt eines naturverliebten Imkers. Jetzt will der Rollenspieler nicht mehr spielen, sondern sucht eine echte Verwandlung. Im Widerstreit möglicher Existenzformen verirrt sich Herr G. in immer neue Metamorphosen, immer auf der Suche, wie die Kunst die Natur retten könnte – bis am Ende er sich in die Natur zu retten versucht.

 

Stets begleitet ihn als Sehnsuchtsort das Reich der Bienen. In diesem geheimnis-vollen Kosmos scheint ihm das Heil, die Heilung zu liegen.

 

»Eine menschengroße Biene tritt auf mich zu.

Kann ich Ihnen helfen? Ihnen ist kalt, Herr G.

Ich spüre ihren glühenden Körper auf meinem Brustkorb. Un-ter ihrem kratzenden, heißen Panzer und ihrem Facetten-blick verliere ich das Bewusstsein. Endlich geschieht es. Es geschieht.«

 

Die Verfasserin des Monologs, Ingrid Israel, ist Schauspielerin und Dramaturgin und lebt als freischaffende Autorin in Freiburg. Regie führt der deutsch-französische Theater- und Musiktheaterregisseur Thierry Bruehl, der un-ter anderem bereits in Berlin, Stuttgart, Frankfurt und Wien inszenierte und 2007 mit dem Filmprojekt »5 x Deutschland« für Aufsehen sorgte.

 

BLACKOUT

 

Monolog von Ingrid Israel

mit Helmut Grieser und einem Bienenschwarm

 

Regie Thierry Bruehl

Produktionsleitung Armin Holzer

Bühne Alexander Albiker

Kostüme Bärbel Albiker

Dramaturgie Ingrid Israel

 

Mit:

Helmut Grieser – und einem Bienenvolk

 

Weitere Vorstellungen im Kleinen Haus:

 

So 24.05. 20 Uhr

Do 28.05. 20 Uhr

Do 11.06. 20 Uhr

 

Weitere Vorstellungen im Juli sind in Planung!

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑