Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Brundibár", Kinderoper aus Theresienstadt von Hans Krása, Staatstheater am Gärtnerplatz in Mnchen"Brundibár", Kinderoper aus Theresienstadt von Hans Krása, Staatstheater am..."Brundibár", Kinderoper...

"Brundibár", Kinderoper aus Theresienstadt von Hans Krása, Staatstheater am Gärtnerplatz in Mnchen

Premiere So., 21.2.2010, 15:00 Uhr

 

1938 schrieb Hans Krása Brundibár zu einem Text von Adolf Hoffmeister für einen Wettbewerb des Ministeriums für Schulwesen und Volksbildung, der wegen des Polenfeldzugs jedoch ohne Ergebnis blieb.

Nachdem alle Aktivitäten für Juden verboten waren, wurde eine erste Fassung der Kinderoper über zwei Geschwister, die mithilfe der Tiere und ihres Gesangs ihre kranke Mutter retten, heimlich im jüdischen Waisenhaus in Prag uraufgeführt. Im KZ Theresienstadt (Terezín) schrieb Hans Krása 1942 die Partitur erneut nieder. Als er dort die meisten Darsteller und Musiker aus dem Waisenhaus wiedertraf, wurde Brundibár in Theresienstadt über 50 mal offiziell gespielt und unzählige Male inoffiziell - auf den Gängen der Wohnbaracken und in Hofecken.

 

Weltweit bekannt wurde Brundibár vor allem nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Öffnung der Grenzen Anfang der 90er Jahre.

 

Nach der Monooper "Das Tagebuch der Anne Frank", die im Oktober Premiere im Marstall feierte, nimmt das Gärtnerplatztheater mit der von Kindern gespielten Kinderoper Brundibár ein weiteres Werk auf den Spielplan, das Kindern und Jugendlichen die schwer fassbare Geschichte der Nazi-Schreckensherrschaft näher bringen will.

 

Der Kinderchor unter Leitung von Verena Sarré steht im Februar und März erstmals in einer eigenen kleinen Produktion auf der Vorbühne des Gärtnerplatztheaters. Von den Kindern wird für Kinder die kleine Oper BRUNDIBÁR von Hans Krása gespielt, die 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt uraufgeführt wurde.

 

Mit Texten und Gedichten von Kindern aus Theresienstadt sowie Liedern von Ilse Weber runden Mitglieder des jtg und der Kinderchor die Aufführung ab.

 

Text von Adolf Hoffmeister

Musikalische Leitung: Verena Sarré / Benjamin Reiners, Regie: Holger Seitz,

Bühnenbild: Herbert Buckmiller, Kostüme: Stefan Schwamborn

Mit dem Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Brundibár Gregor Dalal

 

Kommende Vorstellung: Sonntag, 21. Februar 2010

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑