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"Der Revisor" von Nikolaj Gogol im Volkstheater Wien

Premiere: 22. März 2013, 19.30 Uhr. -----

Nach einer Idee von Puschkin, der einmal in einer Provinzstadt für einen mit der Aufdeckung von Korruption beauftragten geheimen Beamten gehalten worden war, hat Gogol 1835 das Thema zu einer östlichen Komödie verdichtet.

Sein Revisor darf als eine der besten Komödien der Weltliteratur bezeichnet werden: Sie enthüllt die kläglichen Oberflächen und schauerlichen Abgründe einer ganzen Sozialsphäre, einer ganzen Nation, einer ganzen Epoche. Dabei verleiht Gogol mit Hilfe eines teuflischen Mechanismus seinen Figuren eine schlotternde, gespenstische Marionettenwirklichkeit, wie sie sonst nur noch in den Lustspielen von Molière zu finden ist.

 

Eine komplette Kommunalverwaltung tritt auf – und nicht ein anständiger Mensch. Korrupt sind sie alle, sogar die berechtigten Klagen über die Korruption stammen von Bittstellern, die durch Korruption reich geworden sind.Schlechtes Gewissen? Nein. Ihre fieberhaften Überlegungen gelten den Fragen: Wie kann man den Revisor täuschen? Ist er bestechlich? Alle finden den Betrug selbstverständlich.

 

Durch einen widerrechtlich geöffneten Brief erfahren die Honoratioren einer Provinzstadt, dass ein Revisor aus Petersburg kommen wird. Sie halten Chlestakow, einen kleinen Beamten, der zufällig im Gasthaus absteigt, für den gefürchteten Mann. Sie drängen ihm Geld auf. Sie bringen Frauen und Töchter ins Spiel, um ihn sich gewogen zu machen.Die Verstrickungen und Korruptionsversuche nehmen überhand, das Spiel wird gefährlich. Die einen schwelgen in Vorfreude auf eine Petersburger Karriere, der Aufschneider Chlestakow hingegen bereitet seine Abreise vor. Da bringt der Postmeister einen aufgebrochenen Brief, in dem Chlestakow seine Erlebnisse in dem Provinzstädtchen schildert: Die im Brief als Dummköpfe beschriebenen Dummköpfe lesen sich gegenseitig ihre Porträts vor – da wird die Ankunft eines Revisors gemeldet …

 

Deutsch von August Scholz

In einer Fassung von Thomas Schulte-Michels

 

Regie und Bühne: Thomas Schulte-Michels

Kostüme: Tanja Liebermann

 

Mit: Andrea Bröderbauer, Susa Meyer, Claudia Sabitzer; Marcello de Nardo, Erwin Ebenbauer, Till Firit, Günter Franzmeier, Rainer Frieb, Thomas Kamper, Christoph F. Krutzler, Alexander Lhotzky, Matthias Mamedof, Jan Sabo, Günther Wiederschwinger

 

Die nächsten Termine:

27. März 2013, 19.30 Uhr

04., 10., 13., 18. April 2013, jeweils 19.30 Uhr

14. April 2013, 15.00 Uhr

Weitere Termine gemäß Spielplan.

 

 

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