Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Deutsche Erstaufführung: "Mansfield Park", Kammeroper von Jonathan Dove, Staatstheater BraunschweigDeutsche Erstaufführung: "Mansfield Park", Kammeroper von Jonathan Dove,...Deutsche Erstaufführung:...

Deutsche Erstaufführung: "Mansfield Park", Kammeroper von Jonathan Dove, Staatstheater Braunschweig

Premiere am 5. Dezember um 20.00 Uhr im Großen Haus. -----

»Mansfield Park« ist die Geschichte von Fanny Price, einem an Aschenputtel erinnernden Charakter. Sie wird in ärmliche Verhältnisse geboren und zu ihrem reichen Onkel Sir Thomas Bertram nach Mansfield Park geschickt, um bei dessen Familie aufzuwachsen.

 

Dort fällt es ihr schwer, eine Beziehung zu ihren oberflächlichen Cousinen aufzubauen. Als Außenseiterin in der Adoptivfamilie bahnt sie sich ihren Weg durch die moralischen Untiefen des englischen Oberschicht-Milieus im frühen 19. Jahrhundert. Dabei formt sich eine enge Bindung zu Edmund, dem Sohn der Bertrams. Durch die Ankunft der Geschwister Henry und Mary Crawford gerät jedoch nicht nur das bisher klar geregelte Leben der anderen Familienmitglieder aus den Bahnen, auch wird Fannys Beziehung zu Edmund auf die Probe gestellt.

 

Als Jonathan Dove »Mansfield Park« vor zwanzig Jahren zum ersten Mal las, schwebten ihm sofort die Klänge einer Oper vor. In ihrer Adaption von Jane Austens Roman haben Alasdair Middleton und Jonathan Dove einen Großteil des Originaltextes verwendet und gleichzeitig die Handlung verdichtet. Musikalisch zeichnet sich das Werk durch viele Ensemblepassagen und Reminiszenzen an die Musik der Romantik aus. Vor allem aber gibt Dove der im Roman sehr stillen Fanny die Möglichkeit, ihren geheimen Gefühlen singend Ausdruck zu verleihen. Begleitet werden die Figuren einzig von einem vierhändig zu spielenden Klavier – eine Kammeroper, die ideal für die Intimität des Bühnenraumes

zwischen eisernem Vorhang und Hinterbühne des Großen Hauses ist.

 

Libretto von Alasdair Middleton nach dem Roman von Jane Austen

Deutsch von Malte Roesner

 

Musikalische Leitung Johanna Motter

Inszenierung Janna Isabell Meder

Bühne & Kostüme Katharina Lackmann

Dramaturgie Sarah Grahneis

 

Mit Annegret Glaser, Michael Ha, Ekaterina Kudryavtseva, Solen Mainguené, Janine Metzner, Michael Pflumm, Oleksandr Pushniak, Malte Roesner, Anne Schuldt, Milda Tubelytė

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑