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Deutsche Erstaufführung: "Puppen" von Kevin Rittberger, Hauschka und Stefan Schneider - Musiktheatralische Installation im Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere 15. Dezember 2011, 19.30 Uhr, Kleines Haus. -----

Die theatralische Versuchsanordnung, die auf originäre Weise poetisches Labyrinth mit Musiktheater und Fotografie verbindet, geht der Frage nach, was passiert, wenn die Welt, wie wir sie kennen, plötzlich in Auflösung begriffen und nichts mehr von Wert ist, was gestern noch Bestand hatte.

 

„ja, das kenne ich das gefühl. wenn man puppen von den strippen löst: sie zappeln noch ein wenig, bevor sie zusammensacken. diese energie muss sich doch irgendwie bündeln lassen. es ist eine negative energie, eine fallhöhe, ein hinunterplumpsen, überhaupt nicht graziös, ein zusammenbruch. aber dennoch: ein moment der klarheit, wenn einen die gravitation nach unten zieht. das muss sich doch verwandeln lassen.“ (Zitat aus Puppen)

 

Puppen handelt in einer Zeit des Zerfalls. Liebe, Arbeit, Sprache zerfallen. Menschen versuchen noch über leer gewordene Tauschbegriffe zu kommunizieren, offenbaren ihre Zweifel, entlassen ihre Alpträume, kollektives Unbewusstes schwappt bruchstückartig an die Oberfläche. Angesichts des nahenden Zusammenbruchs kann nur die restlose Offenlegung der Schwächen etwas Neues hervorbringen.

 

In neun Szenen entwirft der Autor einen absurd-traumwandlerischen, polyphonen Stimmkörper, in dem neben dem Klandestino die Frau, die vom Schwindel überfallen wird, die Frisörin, der Fleischer, der hinter der Auslage steht auch ohne Fleisch, und der Chor, der die Arbeit abschafft, auftreten. Das Leben erscheint als urbane Kampfzone, in der Effizienzkonstruktionen, Warenverkehr und Konsenspolitik zusammenbrechen.

 

Gemeinsam mit dem Pianisten und Komponisten Hauschka und dem Fotografen und Musiker Stefan Schneider wird Kevin Rittberger auf originäre Weise Musiktheater, poetisches Labyrinth und Fotografie verbinden.

 

Mit

Ingo Tomi / Der Klandestino

Rainer Galke / Der Fleischer, der hinter der Auslage steht auch ohne Fleisch

Elena Schmidt / Die Frisörin

Karin Pfammatter / Die Frau, die vom Schwindel überfallen wird

Markus Danzeisen / Der Chor, der die Arbeit abschafft

Stefan Schneider / Live Act

Kai Angermann / Musiker

Eva Bisanz / Musiker

Daniel Brandl / Musiker

Alexander Dressler / Musiker

Ina Goelzenleuchter / Musiker

Hauschka (Komposition) / Musiker

Holger Heines / Musiker

Sabine Rau / Musiker

Zdzislaw Ryczko / Musiker

Sonia Singel-Roemer / Musiker

 

Regie Kevin Rittberger

Bühne Jutta Zimmermann

Kostüme Janina Brinkmann

Video Egbert Trogemann

Musik Stefan Schneider

Hauschka (Komposition)

Dramaturgie Daniel Richter

 

16. Dezember, 19.30 Uhr

19. Dezember, 19.30 Uhr

20. Dezember, 19.30 Uhr

22. Dezember, 19.30 Uhr

29. Dezember, 19.30 Uhr

6. Januar, 19.30 Uhr

7. Januar, 19.30 Uhr

15. Januar, 19.30 Uhr

16. Januar, 19.30 Uhr

25. Januar, 19.30 Uhr

26. Januar, 19.30 Uhr

 

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