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Deutsche Erstaufführung: "Veremonda l’Amazzone d’Aragona" von Francesco Cavalli (1652, Staatstheater Mainz)

Mainz-Premiere am 20.06.2016, 19:30, Kleines Haus. -----

Alfonso, König von Aragon, will Granada von den Mauren zurückerobern und belagert den Felsen von Gibraltar, auf dem die Festung der Königin Zelemina steht. Allerdings ist der König mehr an Astrologie als an Kriegsführung interessiert und überlässt es dem jungen General Delio, die Auseinandersetzungen zu führen – der wiederum ein geheimes Liebesverhältnis mit der verfeindeten Königin pflegt.

Auch Alfonsos Frau Veremonda glaubt nicht an den Erfolg der Kriegsstrategie und schart eine Gruppe mutiger Frauen um sich, die als die „neuen Amazonen“ den lange währenden Krieg beenden und Gibraltar selbst erobern wollen.

 

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hatte sich Venedig zu einem Zentrum der jungen Gattung Oper entwickelt, nicht zuletzt durch die Eröffnung eines öffentlichen Opernhauses. Francesco Cavalli, der seine Oper Veremonda, l’Amazzone d’Aragona in der Lagunenstadt geschrieben hatte, war einer der wichtigsten und erfolgreichsten Komponisten dieser frühvenezianischen Oper.

 

In Veremonda verbinden sich kunstvoll gestrickte Intrigen und Liebesverwirrungen, die Cavalli in eine von ausdrucksstarken Rezitativen, facettenreichen Arien und ungewöhnlich vielen Ensembles durchdrungene Musik fasst. Doch hinter dieser verschlungenen, oft mit Komik vermengten Handlung machen Themen wie Glaube, Konvertierung, Eroberung und Verrat in der Auseinandersetzung zwischen Orient und Okzident das Werk gerade heute wieder brisant und aktuell.

Veremonda l’Amazzone d’Aragona (DE)

 

Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen

 

Musikalische Leitung: Gabriel Garrido

Inszenierung: Amélie Niermeyer

Bühne: Stefanie Seitz

Kostüme: Kirsten Dephoff

Dramaturgie: Tina Hartmann, Ina Karr

 

Il Crepuscolo / Zeriffo: Johannes Mayer

Il Sole / Alfonso Re: Alin Deleanu / Matthias Rexroth

Zelemina: Alexandra Samouilidou

Veremonda: Netta Or / Dorin Rahardja

Vespina: Geneviève King / Polina Pasztircsák

Sergente Maggiore / Furore: Leandro Bermudez LaFont

Vendetta: Miriam Gadatsch*

Amore: Ruth Katharina Peeck*

Zaide Nutrice: Frances Pappas

Delio: Lawrence Zazzo

Don Buscone: Ralf Simon

Giacutte: Kyung Jae Moon*

Roldano: Stefan Sevenich

 

Concerto Köln

Statisterie der Schwetzinger Festspiele

 

TERMINE

6.07.2016, 13.07.2016 → Zum letzten Mal

 

Deutsche Erstaufführung:

29. April 2016

Rokokotheater Schwetzingen

 

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