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Deutschsprachige Erstaufführung: "2666" von Roberto Bolaño

Premiere am 3.4. 2014 um 19 Uhr. -----

Im mexikanischen Santa Teresa verschwinden Tag für Tag Frauen. Sie werden ermordet, gefoltert und vergewaltigt. Polizei und Regierende sehen tatenlos zu. Hierhin verirren sich vier Literaturwissenschaftler auf der Spur des geheimnisumwitterten deutschen Romanciers Benno von Archimboldi.

Auf ihrer Suche finden sie aber nur ihre eigenen heimlichen Passionen und Abgründe. In Mexiko stoßen sie auf den melancholischen Philosophieprofessor Amalfitano, der alleine mit seiner Tochter rosa lebt. Immer wieder kreuzt das Phantom Archimboldis die Wege all dieser Figuren, bis er uns schließlich selbst begegnet.

 

Im mexikanischen Santa Teresa, unweit der Grenze zu den USA, schlägt das Herz der Finsternis einer Welt, die außer Kontrolle geraten ist. Tag für Tag verschwinden hier Frauen, werden ermordet, gefoltert, vergewaltigt. Polizei und Regierende sehen tatenlos zu oder suchen sich Sündenböcke – weil sie vermutlich selbst alle in die Verbrechen verwickelt sind. Hierhin verirren sich um die Jahrtausendwende vier Literaturwissenschaftler auf der Spur des geheimnisumwitterten deutschen Romanciers Benno von Archimboldi. Auf ihrer besessenen Suche finden die Akademiker aber nur ihre eigenen heimlichen Passionen und Abgründe und verstricken sich untereinander in erotische Wirrnisse. Ihnen zur Seite steht der melancholische chilenische Philosophieprofessor Amalfitano. Seit seine Frau Lola mit einem geisteskranken Dichter durchbrannte, lebt Amalfitano allein mit seiner Tochter Rosa – und den Gespenstern der Vergangenheit, die auch ihn allmählich in den Wahn treiben. Rosa liiert sich mit dem amerikanischen Journalisten Fate. Der sollte nur für eine Zeitung aus Harlem über einen Boxkampf in Santa Teresa berichten, wird aber in die Mordserie hineingezogen. Bald steht auch sein Leben auf dem Spiel, und das von Rosa. Immer wieder kreuzt das Phantom des Autors Archimboldi die Wege all dieser Figuren, bis er uns schließlich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs selbst gegenübertritt, als junger Autor und Wehrmachtssoldat Hans Reiter, der nur eine große Sehnsucht hat: endlich zu verschwinden.

 

In fünf lose verbundenen Teilen kreist »2666« um ein Pandämonium, das die Figuren wie ein mythischer Mahlstrom verschlingt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2003 schrieb der chilenische Dichter und Erzähler Roberto Bolaño fieberhaft an seinem tausendseitigen Meisterwerk. Die Veröffentlichung erlebte er nicht. Erst das posthume Erscheinen verhalf dem Roman zu Weltruhm. Zum ersten Mal in deutscher Sprache bringt ihn der katalanische Regisseur Àlex Rigola nun auf die Bühne.

 

In einer Fassung von Àlex Rigola und Pablo Ley

Aus dem Spanischen von Florian Borchmeyer

 

Von Roberto Bolaño

Regie Àlex Rigola

Bühne Max Glaenzel

Kostüme Nina Wetzel

Dramaturgie Florian Borchmeyer

Licht Albert Faura

 

Mit Robert Beyer, Jule Böwe, Christoph Gawenda, Franz Hartwig, Ingo Hülsmann, Urs Jucker, Eva Meckbach, Sebastian Schwarz, Regine Zimmermann

 

Weitere Vorstellungen am 6.4. um 17 Uhr und am 7.4. um 19 Uhr

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