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Deutschsprachige Erstaufführung: "Bobby Gould in der Hölle" von David Mamet in MÜnchen

Premiere: 17. Juli 2008 um 20.30 Uhr im theater ... und so fort, Hans-Sachs-Str. 12

 

Jemand muss Bobby Gould denunziert haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wird er eines Morgens zur Hölle geschickt.

Da sitzt er nun. Als plötzlich ein Mann in hohen Gummistiefeln und mit einer Anglerausrüstung erscheint ist schnell klar: The devil himself - dem die höllische Pflicht den Angelausflug verhagelt hat. Er eröffnet das Verfahren gegen Bobby Gould, David Mamets amerikanischen Jedermann, den Durchschnitts-Macho. War Bob ein „schlechter Mann“? Wollte er wirklich seiner Freundin Glenna „einen Toaster in den Arsch stecken“?

 

Bei allem Jux der Dialoge kreist Mamets Stück um die Fragen: kann man als Mensch leben, ohne schuldig an anderen Menschen, sprich Frauen, zu werden? Wie „gut“ kann man, wie „schlecht“ darf der Mensch sein? Wie „gut“ muss er sein, damit ihm seine „Schlechtigkeit“ vergeben werde?

 

Bob wird vergeben, er darf auf die Erde zurück. Aber Antworten hat ihm der Frageteufel im Jenseits nicht mitgegeben für seinen weiteren Lebensweg. Jedermann bleibt mit seinen Fragen allein auf Erden. Und auf seine einzige Sicherheit im Leben, dass nichts auf der Welt schwarz-weiß sei, bekommt Bobby die Frage zu hören: „Und was ist mit dem Zebra?“ Eben. Der Vorhang zu ... und so komisch wie Kafka und so scharf wie Philip Roth.

 

Mit Noelle Cartier van Dissel, Graciette Justo, Ben Lange und Andreas Wunnenberg

 

Regie: Heiko Dietz

Assistenz: Katharina Friedl

Bühne: Heinz Konrad

 

Weitere Termine:

So, 20.07. / Di, 22.07. / Fr, 25.07. / Sa, 26.07.** / Di, 29.07./Fr, 01.08. / Sa, 02.08.

jeweils 20.30 Uhr (außer**)

** bereits um 18.00 Uhr

 

www.undsofort.de

 

- Double-Feature mit "Blaubart - Hoffnung der Frauen"

Zwei sehen - eins zahlen!

 

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