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"Dreier" von Jens Roselt im Kölner Horizont-Theater

Premiere am 2. November 2007 um 20 Uhr, Thürmchenswall 25

 

Eine Frau bei ihrem Liebhaber. Nach dem Sex. Es klingelt und vor der Tür steht der Ehemann, der beste Freund des Liebhabers.

Farbe bekennen oder unter das Bett kriechen? Tragödie oder Komödie? Unters Bett natürlich, denn man hat ja sonst nichts zu lachen. Das könnte der Beginn eines Lustspiels sein, oder aber eines Trauerspiels um Sex, Lügen und Theater. Für die drei, von denen jeder glaubt, alles im Griff zu haben, beginnt ein sich stetig mehr verwirrendes Versteckspiel, das erst ganz allmählich und genüsslich aufdeckt, wer zu welchem Zeitpunkt wie viel davon wusste, wer wann mit wem schlief und warum – bis hin zur bitteren Konsequenz …

 

Virtuos spielt der junge Dramatiker Jens Roselt mit allen erdenklichen Klischees, die wir aus zahlreichen Komödien zu kennen glauben. Rasant geschriebene Dialoge mit doppeltem oder dreifachen Boden, schwarzer Humor und messerscharfe, zuweilen zynische Pointen machen die Dreiecksgeschichte zu einer intellektuellen Kissenschlacht. Das Bett als Bühne birgt aber auch tragische Momente, wenn Liebe, Vertrauen und Hoffnung kurz aufflackern und mit einem Halbsatz weggewischt werden: eitel, belanglos, ausweglos.

 

Mit: Doris Lehner, Hanno Dinger und Richard Hucke. Regie: Stefan Krause

 

 

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