Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
ELEKTRA VON RICHARD STRAUSS - Theater Bonn ELEKTRA VON RICHARD STRAUSS - Theater Bonn ELEKTRA VON RICHARD...

ELEKTRA VON RICHARD STRAUSS - Theater Bonn

Premiere , 25. Januar, 20 Uhr im Opernhaus

OPER IN EINEM AUFZUG TEXT VON HUGO VON HOFMANNSTHAL

 

ELEKTRA markierte den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, die mit insgesamt sechs gemeinsamen Bühnenwerken Operngeschichte geschrieben haben.

Bei seiner Bearbeitung von Sophokles’ gleichnamiger Tragödie legte Hofmannsthal den Fokus auf die psychologischen Aspekte des Dramas. Im Zentrum steht Elektra, die in tragisch erlittener und zugleich selbst gewählter Einsamkeit ausschließlich für die Erinnerung an die ungesühnte Ermordung ihres Vaters Agamemnon durch ihre Mutter Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth sowie für den beständig visionär geschauten Vollzug der Rache an den Mördern lebt, ohne jedoch selbst zu der befreienden Tat fähig zu sein. Sie wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, den sie als Kind vor dem Zugriff der Mörder rettete und der in der Fremde als Rächer aufgezogen werden soll.

 

ELEKTRA stellt in vielerlei Hinsicht einen Gipfel im Schaffen von Richard Strauss dar. Strauss selbst sprach gerne davon, dass er mit diesem Werk die Grenzen der Funktionsharmonik erreicht und das Tor zur Atonalität geöffnet habe. Der Orchesterapparat ist auf das Äußerste erweitert, im tönenden Schwelgen wie in der aggressiven Expressivität des orgiastisch gesteigerten Orchesterklanges erreichte Strauss eine höchste Verdichtung seines musikalischen Materials.

 

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass ELEKTRA seit jeher ein bevorzugtes Werk vieler bedeutender Dirigenten war. Zum 100. Jahrestag der Dresdener Uraufführung, auf den Tag und die Uhrzeit genau, erlebt die Bonner Neuinszenierung des Generalintendanten Klaus Weise ihre Premiere. Als neuer GMD gibt an diesem Abend Stefan Blunier seinen lang erwarteten Einstand am THEATER BONN.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑