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Emre Akal erhält exil-DramatikerInnenpreis 2020 | Schauspiel Leipzig

November 2020

Der exil-DramatikerInnenpreis 2020 vergeben von den WIENER WORTSTAETTEN in Kooperation mit dem Schauspiel Leipzig und dem Verein exil geht an Emre Akal für sein Stück „Hotel Pink Lulu – Die Ersatzwelt“

 

Copyright: Jean-Marc Turmes

Seit 2007 unterstützen die WIENER WORTSTAETTEN die exil-Literaturpreise, eine Initiative des Vereins exil, mit einem Preis in der Kategorie „Drama“. Bisherige PreisträgerInnen waren: Semir Plivac, Ana Bilic, Sasha Marianna Salzmann, Olga Grjasnowa, Azar Mortazavi, Valerie Melichar, Susanne Ayoub, Barbara K. Anderlič, Christian Maly-Motta, Mehdi Moradpour, Amirabbas Gudarzi und Alexandra Pâzgu.

In diesem Jahr wurden beim international ausgeschriebenen Wettbewerb 104 Stücke von Autor*innen aus Brasilien, Deutschland, Griechenland, Indien, Iran, Irak, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz, Serbien und den USA eingereicht. Die Jury bildeten Christine Wahl (Journalistin/Theater der Zeit), Matthias Döpke (Dramaturg/Schauspiel Leipzig) und Bernhard Studlar (Autor/Wiener Wortstaetten).

Der mit einem Preisgeld von € 3.000,- dotierte exil-DramatikerInnenpreis 2020 geht an Emre Akal für sein Stück „Hotel Pink Lulu – Die Ersatzwelt“. Mit dem Preis ist des Weiteren eine Uraufführung am Schauspiel Leipzig in der Spielzeit 2021/22 verbunden.
Leider musste die für 4. Dezember geplante Preisverleihung im Literaturhaus Wien Corona-bedingt abgesagt werden.

WIENER WORTSTAETTEN, Oswaldgasse 35 A, 1120 Wien, Austria,
office@wortstaetten.at oder www.wortstaetten.at

Aus dem Juryspruch:
„Hotel Pink Lulu“ ist ein witziger, sehr aktueller Text über Eskapismus, über Konsum als Trost gegen jegliche Form von Traurigkeit und darüber, wie großartig und doch überfordernd die digitale Durchdringung all unserer Lebensbereiche geraten kann – eine Überforderung, die der überbordende Text als Herausforderung an das Theater weitergibt.

Über den Autor
Emre Akal lebt als Autor und Regisseur in München. Seine Arbeiten bewegen sich im Feld von Performance, Choreografie und Bildkomposition. Sein Stück „Ostwind“ in der Inszenierung von Wilfried Alt wurde 2015 mit dem Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Als Autor arbeitete er u.A. am Maxim Gorki Theater Berlin und am Landestheater Niederösterreich. Weiter realisierte er Inszenierungen am Bakirköy Belediye Tiyatrosu und Tatavla Sahnesi in Istanbul. 2017 gewann Emre Akal zusammen mit Rieke Süßkow den 10. Jurypreis beim Nachwuchswettbewerb des Theater Drachengasse in Wien, wo in Co-Regie sein Text „Heimat in Dosen“ uraufgeführt wurde. Nach seinen Stücken „Mutterland …. stille“ und „Frau F hat immer noch Angst“ hat er 2019 im HochX in München sein futuristisches Stück „Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben werden!“ geschrieben und inszeniert. 2019 nahm Emre Akal als Stipendiat am Internationalen Forum des Theatertreffens Berlin teil.

In seinem neuesten Versuch, eine soziale Skulptur als Gegenentwurf zur institutionalisierten Theaterlandschaft zu entwerfen, initiierte er ein Staatstheater der Zukunft und realisierte es in Zusammenarbeit mit Antigone Akgün. Gemeinsam mit 85 weiteren Künstler*innen aus ganz Deutschland gründeten sie im November 2019 das Ayşe X Staatstheater. 2020 wurde Emre Akal mit dem Förderpreis für Theater der Landeshauptstadt München ausgezeichnet.

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