Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ewald Palmetshofer, "Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft", Badisches Staatstheater KarlsruheEwald Palmetshofer, "Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft", Badisches...Ewald Palmetshofer,...

Ewald Palmetshofer, "Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft", Badisches Staatstheater Karlsruhe

Premiere: Donnerstag, 25. November 2010, 20.00 Uhr | INSEL

 

Geburtstags- und Trauerfeier am selben Tag. Zu diesem Anlass kehren die Dani und der Mani nach Hause zurück. Die Oma feiert ihren 95. und der Hannes, ein Freund von früher, wird beerdigt.

Sein Vater hat ihn erschossen und danach gleich sich selbst. Am Grab gibt es ein Wiedersehen mit zwei alten Bekannten, der Bine und dem Oli, die mittlerweile verheiratet sind. Und zuhause warten die Eltern, die Caro, die vom Muttermord träumt, um sich der lästigen Oma zu entledigen, und der Kurt, der vom totalen Anfang träumt. Es muss doch endlich mal was passieren. Aber auf Hilfe von oben kann man nicht hoffen, weil der Himmel leider leer ist.

 

„hamlet ist tot. keine schwerkraft“ thematisiert den Stillstand in der Perspektivlosigkeit. Es gibt keine Hoffnung, keine Ideologie und „Befindlichkeit ist die einzige Politik“, die noch existiert. Dafür gibt es Inzucht, Seitensprünge, Schweinebraten, Stolperfallen und erschossene Söhne. Gott ist weg, der Himmel ist eine Maschine und Gut und Böse sind in der Welt, die hier entworfen wird, keine Kategorien mehr.

 

Ewald Palmetshofer, geboren 1978 in Oberösterreich, studiert zunächst Theaterwissenschaft und Germanistik und wechselt dann zu Theologie und Philosophie, Psychologie, Pädagogik auf Lehramt. 2007/2008 ist er Hausautor am Schauspielhaus Wien. Er erhält zahlreiche Auszeichnungen, u.a. wird er 2008 in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Mit „hamlet ist tot. keine schwerkraft“ wird Palmetshofer 2008 zum Mülheimer Theatertreffen eingeladen und im selben Jahr für den Nestroypreis in der Kategorie „Bester Nachwuchs“ nominiert.

 

Regie: Florian von Hoermann | Bühne: Simone Manthey | Kostüme: Ursina Zürcher

 

Mit: Stefan Viering (Kurt, ein Vater), Kathrin Becker (Caro, eine Mutter), Christoph Wünsch (Oli, ein guter Freund), Timo Tank (Mani, ein Sohn), Brigitte Urhausen (Dani, eine Tochter), Teresa Trauth (Bine, eine gute Freundin)

 

Weitere Vorstellung: 27.11. und 5.12.2010

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑