Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
FAUST II Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe FAUST II Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe FAUST II Schauspiel von...

FAUST II Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe

Premiere am Samstag, den 26. September 2015 um 19:00 Uhr im Großen Haus. -----

„Wir sehn die kleine, dann die große Welt” – das verspricht Mephisto dem alten Dr. Faust im ersten Teil der Tragödie „Faust”. Die kleine Welt – das ist die der armen Margarete, die der verjüngte Faust schließlich im Kerker zurücklässt.

Nun also, im „Faust II”, die große Welt. Faust erwacht und fühlt sich wie neu geboren: „Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig”. Er scheint alle Erinnerungen abgeschüttelt zu haben. Und er startet durch: An den deutschen Kaiserhof gelangt er ebenso wie ins antike Griechenland. Ruhelos, atemlos stürmt er voran – Mephisto wird das „verweile doch, du bist so schön” nicht von Faust hören.

 

Im Entstehungsprozess zwischen Fausts ersten Worten im engen gotischen Zimmer „Habe nun, ach …” und seinem Ende auf einer riesigen Kanal- und Dammbaustelle, dem damit verkörperten radikalen Eingriff des Menschen in die Schöpfung, in der Spanne also von 1789 bis 1831, liegen die großen politischen und sozialen Auseinandersetzungen des europäischen Revolutionszeitalters. Und Faust wird zum modernen Karrieristen, zum Arbeiter, Ingenieur, Erfinder, Unternehmer, Staatenlenker.

 

Vor allem „Faust II” ist für den Autor Goethe dennoch keine Identifikations- oder gar Vorbildfigur des selbstbewusst-optimistisch voranschreitenden Tatmenschen. Der „global player” Faust ist der Prototyp der Moderne, der radikal mit den Idealen der kulturellen, religiösen,

philosophischen und politischen Tradition bricht, deren Verfechter Johann Wolfgang von Goethe aus seiner Zeit heraus war.

 

Inszenierung: Christian Schlüter

Choreografie: Gundula Peuthert

Bühne und Kostüme: Jochen Schmitt und Lena Thelen

Mitarbeit Kostüm: Anne Cierpka

Dramaturgie: Juliane Wulfgramm

 

Mit: Raphaela Crossey, Ks. Claudia Felke, Jana Gwosdek, Dorothee Lochner, Isabel Mascarenhas, Magdalena Pircher, Marcel Hoffmann, Christoph Maria Kaiser, Georg Marin, Ian McMillan, Jona Mues, David Prosenc, Reinhard Riecke

 

Statisterie des Theaters Koblenz

 

Weitere Vorstellungen: 4./ 10./ 20./ 22./ 27. Oktober; 15./ 19. November;

7./ 18./ 28. Dezember

 

Werkeinführung vor jeder Vorstellung

Publikumsgespräche am 22. Oktober, 18. Dezember und 13. Januar im Anschluss

an die Vorstellung

 

Kontakt, Karten und Informationen:

Theaterkasse im FORUM CONFLUENTES, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis

18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841

Internet: www.theater-koblenz.de

Besuchen Sie das Theater Koblenz auch auf Facebook und Twitter!

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑