Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Frederick Loewes und Alan Jay Lerners Musical "My Fair Lady" erstmals an der Komischen Oper Berlin Frederick Loewes und Alan Jay Lerners Musical "My Fair Lady" erstmals an...Frederick Loewes und...

Frederick Loewes und Alan Jay Lerners Musical "My Fair Lady" erstmals an der Komischen Oper Berlin

Premiere: Samstag, 28. November 2015, 19 Uhr. -----

Professor Henry Higgins, Koryphäe in Sachen Phonetik und leidenschaftlicher Verfechter der reinen Sprache, schließt mit dem gleichgesinnten Oberst Pickering eine Wette: Anhand der jungen Blumenhändlerin Eliza Doolittle, die sich ausschließlich im derben Dialekt der Unterschicht Luft zu machen weiß, will Higgins beweisen, dass der brillante Schliff der Sprache Tür und Tor zu den höchsten Gesellschaftskreisen öffnet.

Was Higgins auf dem Weg zum Erfolg jedoch vergisst: Eliza ist kein bloßes Versuchsobjekt, sondern ein Mensch – mit und ohne Akzent!

 

Der Verfasser der literarischen Vorlage von My Fair Lady, George Bernard Shaw, bezog sich in seiner beißenden Kritik an der rigiden englischen Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts auf den antiken Mythos des Bildhauers Pygmalion, der sich in eine von ihm selbst gemeißelte Traumfrau verliebt. Regisseur Andreas Homoki, Intendant der Oper Zürich, hat für die Welten, die eine Eliza Doolittle von der »besseren Gesellschaft« eines Professor Higgins trennen, große, poetische Bilder gefunden und setzt in seiner Inszenierung ganz auf die musikdramatischen Qualitäten dieses »perfekten Musicals«. Dass eine in Musik gesetzte Sprechübung – »Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen« – bis heute auf der ganzen Welt als Evergreen gilt, sagt alles über die bezaubernde Kraft von Frederick Loewes unsterblich gewordenen Melodien.

 

Die Neuproduktion siedelt die Geschichte in einem sinnbildhaften Raum an, mit Kostümen im Stil der 1920er Jahre. Die Musikalische Leitung übernimmt die Erste Kapellmeisterin Kristiina Poska. My Fair Lady steht in der Spielzeit 2015/16 achtzehnmal auf dem Spielplan.

 

An der Seite von Max Hopp in der Rolle des verschrobenen Professor Higgins alternieren Berlins Bühnenliebling Katharine Mehrling und Theater- und Filmschauspielerin Winnie Böwe als unverblümt-eigensinnige Eliza Doolittle in einem der berühmtesten Musicals überhaupt.

 

Musical in zwei Akten [1956]

nach George Bernard Shaws Pygmalion und dem Film von Gabriel Pascal

Buch und Liedtexte von Alan Jay Lerner

In deutscher Sprache

 

Musikalische Leitung

Kristiina Poska

Inszenierung

Andreas Homoki

Choreographie

Arturo Gama

Bühnenbild

Frank Philipp Schlößmann

Kostüme

Mechthild Seipel

Dramaturgie

Johanna Wall

Chöre

David Cavelius

Licht

Franck Evin

 

Besetzung

Professor Henry Higgins

Max Hopp

Eliza Doolittle

Katharine Mehrling, Winnie Böwe

Alfred P. Doolittle

Jens Larsen, Carsten Sabrowski

Oberst Pickering

Christoph Späth, Tom Erik Lie

Mrs. Higgins

Susanne Häusler

Mrs. Pearce

Christiane Oertel

Freddy Eynsford-Hill

Johannes Dunz, Adrian Strooper

Professor Zoltan Karpaty

Zoltan Fekete, Mate Gyenei, Zoltan Fekete

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin

 

Weitere Termine: 5. / 9. / 15. / 27. / 31. (2 x) Dezember 2015,

15. Januar, 8. / 20. Februar, 19. März, 15. / 18. / 28. Juni und 1. / 8. Juli 2016

 

Kartentelefon (030) 47 99 74 00 | Mo bis Sa: 9 bis 20 Uhr, So- und Feiertage: 14 bis 20 Uhr

karten@komische-oper-berlin.de

www.komische-oper-berlin.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑