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"Goldener Pinguin" für "Klamms Krieg"

Das "LUTZ" in Hagen erhält für seine Produktion "Klamms Krieg" (Regie: Robert Frank) den "Goldenen Pinguin", der von der Stadt Moers jedes Jahr für das beste Jugendtheaterstück vergeben wird.

Der »Goldene Pinguin« ist der "Oscar" der Stadt Moers für das Jugendtheater. Das Besondere daran ist: Die Jury besteht aus jungen Leuten, also der Zielgruppe der teilnehmenden Theater. Die fünf Azubis des IMBSE haben die "LUTZ"-Produktion »Klamms Krieg« in der Regie von Robert Frank und mit Werner Hahn als Lehrer Klamm zum besten Stück der diesjährigen "Penguin’s Days" gewählt. Sie konnten aus zwölf Inszenierungen von Kinder- und Jugendtheatern aus ganz Deutschland wählen, die im November und Dezember in der Grafenstadt zu Gast waren.


Ein Junge steht mit einer geladenen Waffe auf dem Gang seiner Schule und feuert wahllos auf jeden, der aus irgendeiner Türe kommt. Bei der Verleihung des „Goldenen Pinguins“ zum Abschluss der Penguin’s Days 2006 ging die Szene aus dem Stück „Escape“ allen Gästen unter die Haut. Für seine „schauspielerische Leistung“ erkannte die aus 5 Auszubildenden vom Institut für Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung (IMBSE) bestehende Jury Hauptdarsteller Alexander Weichbrodt vom Theater Krefeld Mönchengladbach den Sonderpreis von 500 Euro zu. Den Goldenen Pinguin, der ebenfalls mit einem Geldpreis der Sparkasse am Niederrhein von 1500 Euro verbunden ist, erhielt die junge Bühne Hagen für die Inszenierung von „Klamms Krieg“.

 

Ebenso wie „Escape“ spielt auch „Klamms Krieg“ in der Schule. Lehrer Klamm hat einem Schüler einen Punkt zuwenig gegeben. Dieser verpatzt dadurch das Abitur und erhängt sich. Daraufhin erklärt ihm die ganze Klasse den Krieg. Diesem entzieht sich der Deutschlehrer zuletzt, indem er seinem eigenen Leben ein Ende setzt. In ihrer Begründung formulierte die junge Jury: „Schauspieler Werner Hahn und das Lutz – junge Bühne Hagen erhalten den Preis für die authentische Darstellung und die Einbeziehung des Publikums als Gegenspieler“.

 

Die Preisverleihung in der Kapelle des Schlosstheaters Moers nahm Rötters zugleich zum Anlass, der „guten Seele“ der Jugendtheaterreihe, Helga Giesen, zu danken. Die 15. Penguin’s Days im nächsten Jahr werden erstmals nicht unter ihrer Gesamtleitung stehen. Rötters: „Der Wechsel steht im Zusammenhang mit der Anbindung des Timm-Theaters an das Schlosstheater.“ Dort arbeitet seit September der Theaterpädagoge Holger Runge mit den jungen Schauspielerinnen und Schauspieler. Er hat die Projektleitung für die nächsten Theatertage für Kinder und Jugendliche übernommen. Die finanzielle Unterstützung der Theaterreihe gegen Gewalt durch die Sparkasse am Niederrhein bleibt hingegen unverändert. Das betonte Marketingleiter Heiner Rütjes bei der Preisverleihung nochmals.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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