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"Harper Regan" von Simon Stephens im SCHAUSPIEL STUTTGART

Premiere: Samstag, 2. Mai 2009, 20.00 Uhr, Depot

 

In seinem jüngsten Stück erzählt Simon Stephens, einer der erfolgreichsten Dramatiker der Gegenwart, die Geschichte einer Frau, die in der Mitte ihres Lebens aufbricht, um ihre eigenen Gewissheiten zu hinterfragen:

Harper Regan ist 41 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer fast erwachsenen Tochter. Sie hat einen leidlich gut bezahlten Job, mit dem sie die Familie über Wasser hält. Als sie erfährt, dass ihr Vater im Sterben liegt, will sie ihn ein letztes Mal sehen, doch ihr Chef weigert sich, ihr dafür Urlaub zu geben. Harper fährt trotzdem - nicht einmal ihrem Mann und ihrer Tochter sagt sie Bescheid. Doch als sie ihre Heimatstadt erreicht, ist ihr Vater bereits tot. Harper droht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Sie begibt sich auf eine 24-stündige Odyssee, um das unvermeidliche Wiedersehen mit ihrer Mutter, zu der sie den Kontakt vor Jahren abgebrochen hatte, so lange wie möglich hinauszuzögern. Als Harper schließlich von ihrer Reise nach London zurückkehrt, ist alles so wie früher, aber nichts mehr, wie es einmal war.

 

Simon Stephens, 1971 geboren, studierte Geschichte und arbeitete u.a. als Barkeeper und DJ, bevor er Lehrer für Englisch sowie Theater und Medien wurde und mit dem Schreiben anfing. Er gehört zu den meist gespielten ausländischen Gegenwartsautoren an deutschsprachigen Theatern. In Kritikerumfragen wurde Simon Stephens 2006 und 2007 zum besten ausländi-schen Dramatiker sowie 2008 zum "Dramatiker des Jahres" gewählt. Neben Stücken schreibt Simon Stephens auch Hörspiele und Drehbücher. "Harper Regan" erlebte im vergangenen Sommer im Rahmen der Salzburger Festspiele seine deutschsprachige Erstaufführung.

 

Die Regisseurin Barbara-David Brüesch hat sich in Stuttgart bereits mit einem differenzierten Repertoire vorgestellt. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung von Biljana Srbljanovićs "Heuschrecken" (2006) inszenierte sie hier mit Eugene O'Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (2007) und August Strindbergs "Fräulein Julie" (2008) zwei moderne Klassiker. Sie arbeitet in dieser Spielzeit außerdem am Schauspielhaus Wien und am Staatstheater Mainz.

 

Regie: Barbara-David Brüesch,

Bühne: Damian Hitz,

Kostüme: Adelheid Walter,

Musik: <strØm> (Gaudenz Badrutt, Christian Müller),

Dramaturgie: Christian Holtzhauer

 

Mit: Lisa Bitter (Sarah Regan/Justine Ross), Thomas Eisen (Seth Regan/Mickey Nestor), Gabriele Hintermaier (Alison Wooley), Jan Krauter (Tobias Rich/Mahesh Aslam), Michael Stiller (Elwood Barnes/James Fortune /Duncan Wooley), Anna Windmüller (Harper Regan)

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