Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN - Phantastische Oper von Jacques Offenbach - Theater MünsterHOFFMANNS ERZÄHLUNGEN - Phantastische Oper von Jacques Offenbach - Theater...HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN -...

HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN - Phantastische Oper von Jacques Offenbach - Theater Münster

Premiere: Samstag, 29. August 2015, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Das faszinierende Werk E.T.A. Hoffmanns, des großen Dichters der deutschen Romantik, inspirierte den Komponisten zu bizarren Schlaglichtern auf die Stellung des Künstlers in der Gesellschaft: Der Opern-Hoffmann improvisiert in drei Erzählungen die Geschichte seines Konflikts zwischen dem Wunsch nach erotischer Erfüllung, abgesicherter Bürgerlichkeit und künstlerischer Selbstverwirklichung.

 

Das Motiv des Gegensatzes zwischen philiströser Wirklichkeit und der Phantasie des Künstlers verschränkt sich dabei in der Figur des Stadtrats Lindorf. Er, der Hoffmanns Geliebte, den Gesangsstar Stella, besitzen möchte, macht mehrere Metamorphosen durch. Sein männliches Machtstreben inkarniert in Hoffmanns Phantasie als geldgeiler Coppélius, als dämonischer Miracle und als vernichtender Dapertutto. Stella erscheint in den Zerrbildern des Automaten Olympia, der virtuosen Antonia sowie in der selbstsüchtigen Sinnlichkeit der Kurtisane Giulietta. Begleitet wird Hoffmann dabei von der Muse, die, um eingreifen zu können, die Gestalt des Studenten Nicklausse annimmt. Sie führt den Dichter schlussendlich seiner eigentlichen Bestimmung zu.

 

Die Uraufführung von Offenbachs (1819–1880) packender Oper fand 1881 an der Pariser Opéra-Comique statt. Die gleichzeitig effektvolle wie dramatisch-bewegende Komposition machte HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN – neben Bizets CARMEN – zur populärsten Oper des französischen Repertoires.

 

in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln

 

Musikalische Leitung: Stefan Veselka

Inszenierung: Ulrich Peters

Bühnenbild: Bernd Franke

Kostüme: Götz Lanzelot Fischer

Choreinstudierung: Inna Batyuk

Dramaturgie: Margrit Poremba

 

Mitwirkende:

Antje Bitterlich (Olympia), Henrike Jacob (Antonia), Sara Rossi Daldoss (Giulietta), Boris Leisenheimer (Andreas/Cochenille/Pitichinaccio/Franz), Gregor Dala (Lindorf/Coppelius/Dapertutto/Mirakel), Lisa Wedekind (Niklaus (Muse), Suzanne McLeod (Stimme der Mutter), Adrian Xhema (Hoffmann), Youn-Seong Shim (Spalanzani/Nathanael/Wolfram), Plamen Hidjov (Luther/Crespel), Frank Göbel (Schlehmihl/Hermann/Wilhelm), Opernchor des Theaters Münster, Extrachor des Theaters Münster, Sinfonieorchester Münster

 

Matinée:

Sonntag, 16. August, 11.30 Uhr, Oberes Foyer

 

Weitere Vorstellungen im September:

Donnerstag, 3. September, 19.30 Uhr, Großes Haus

Samstag, 5. September, 19.30 Uhr, Großes Haus

Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr, Großes Haus

Dienstag, 29. September, 19.30 Uhr, Großes Haus

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑