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"Jochen Schanotta" von Georg Seidel im Deutschen Theater Berlin

Premiere 18. Dezember 2011, 20.00 Uhr in den Kammerspielen. -----

Georg Seidel gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Zu Zeiten seines literarischen Schaffens galt er als Unbequemer, dessen Schreiben als politisch subversiv beobachtet, an dessen Erfolglosigkeit in den Amtsstuben der Kulturbürokratie kräftig gearbeitet wurde.

 

Ab Mitte der 70er Jahre war Seidel am Deutschen Theater tätig, zunächst als Beleuchter, dann als dramaturgischer Mitarbeiter. Hier entstanden seine Stücke: Kritische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der zerfallenden DDR, geprägt von Resignation und der wachsenden Isolation des Individuums.

 

So erzählt Seidel auch in 'Jochen Schanotta' die Geschichte eines sehnsuchtsvollen Verweigerers im Kampf mit der Gesellschaft. Die Geschichte eines jungen Mannes, dessen utopische Potentiale sich immer mehr verlieren, der zwischen Aufruhr und Anpassung schmerzvoll aufgerieben wird. Auch wenn das System heute ein anderes ist, sind Gefühle sozialer Entfremdung und Vereinzelung wie auch die Bedrohung gesellschaftlichen Zerfalls gleichsam präsent. Was würde aufbrechen, wenn alle aufbrechen?

 

Regie Frank Abt

Bühne Anne Ehrlich

Kostüme Marie Roth

Dramaturgie Meike Schmitz

 

Besetzung

Simon Brusis, Andreas Döhler, Daniel Hoevels, Kathleen Morgeneyer, Thomas Schumacher, Natali Seelig

 

Termine

21. Dezember 2011, 19.30 Uhr,

02. Januar 2012, 20.00 Uhr,

14. Januar 2012, 20.00 Uhr,

19. Januar 2012, 20.00 Uhr,

07. Februar 2012, 19.30 Uhr,

07. Februar 2012, 19.30 Uhr,

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