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"John Gabriel Borkman" von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung von Simon Stone - Theater Basel"John Gabriel Borkman" von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung von Simon Stone..."John Gabriel Borkman"...

"John Gabriel Borkman" von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung von Simon Stone - Theater Basel

Premiere Sa 30. Januar 2016, 19h30, Grosse Bühne. -----

Ibsens Spätwerk «John Gabriel Borkman» ist ein Meisterstück analytischer Dramatik. Der Bankier John Gabriel Borkman, aufgrund veruntreuter Gelder zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, prolongiert seine Haft nach der Entlassung freiwillig: Seit acht Jahren weigert er sich, den Prunksaal in der oberen Etage seines Hauses zu verlassen.

Gehindert wird er daran nicht, seine Frau lebt im Dissens mit ihm und sinnt ein Stockwerk tiefer auf Rache. Durch den Besuch ihrer Zwillingsschwester, der einstigen Geliebten Borkmans und Ziehmutter seines Sohnes, die aufgrund ihrer schweren Erkrankung die unversöhnlichen familiären Verhältnisse klären möchte, wird dieses Totenhaus empfindlich gestört. Doch keiner der Beteiligten, besonders Borkman selbst, hat seit dem Finanzskandal zu einer Form von Läuterung, Unrechtbewusstsein oder Selbsterkenntnis gefunden, denn «das ist der Fluch, den wir aussergewöhnlichen, wir auserwählten Menschen nun einmal zu tragen haben. Die Masse und die Menge – all die durchschnittlichen Menschen – die verstehen uns eben nicht.» Seine ökonomischen und ethischen Anmassungen stellt Borkman als Dienst an der Allgemeinheit dar und legitimiert seine Skrupellosigkeit durch altruistische Motive und philanthropische Ideen. Der junge Borkman soll den Ruf der Familie wiederherstellen – doch selbst diese Hoffnung stirbt, wenn auch zuletzt. Die Verheissungen des Liberalismus, das Gesetz der Konkurrenz und Ibsens Schilderung der expansiven Mechanismen des Kapitalismus haben vor dem realen Hintergrund des globalen Finanzdesasters mehr Brisanz denn je.

 

Für Simon Stone, Hausregisseur am Theater Basel, ist «John Gabriel Borkman» nach seiner fulminanten und radikal zeitgenössischen Interpretation der «Wildente» bereits die zweite Auseinandersetzung mit dem Œuvre Ibsens.

 

Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Burgtheater Wien und den Wiener Festwochen

 

Inszenierung Simon Stone

Bühne Katrin Brack

Kostüme Tabea Braun

Musik Bernhard Moshammer

Licht Friedrich Rom

Dramaturgie Klaus Missbach

 

John Gabriel Borkman Martin Wuttke

Gunhild Borkman, seine Frau Birgit Minichmayr

Erhart Borkman, ihr Sohn Max Rothbart

Ella Rentheim, Gunhilds Zwillingsschwester Caroline Peters

Fanny Wilton Nicola Kirsch

Wilhelm Foldal Roland Koch

Frida Foldal, seine Tochter Liliane Amuat

 

02Februar 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

 

Do 04Februar 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

 

Sa 06Februar 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

 

Fr 26Februar 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

 

Mo 29Februar 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

 

Mi 02März 2016

Grosse Bühne, 19h30–21h30

Mit englischen Übertiteln / With english surtitels

 

So 06März 2016

Grosse Bühne, 16h00–18h00

 

Mi 23März 2016

 

 

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