Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Klarstellung aus der Volksbühne BerlinKlarstellung aus der Volksbühne BerlinKlarstellung aus der...

Klarstellung aus der Volksbühne Berlin

"Immer wieder wird von verschiedenen Seiten befürchtet, dass die Berliner Volksbühne mit dem anstehenden Intendantenwechsel „als Theater aufgegeben werde“ (so die Berliner Zeitung vom 22. Juni), da die Ensemble- und Repertoire-Struktur, die im Haushaltsplan für dieses Haus definiert ist*, abgeschafft werde. Die designierte künstlerische Leitung, Intendant Chris Dercon und Programmdirektorin Marietta Piekenbrock, möchten klarstellen, dass dies nicht der Fall sein wird.

 

Zuletzt betonte Chris Dercon im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses (26. Juni), dass „die Produktionen unseres Eröffnungsprogramms – ob nun Eigen- oder Koproduktion – alle wieder im Repertoire auftauchen werden“. Es werde ein „interdisziplinäres Ensemble“ neu aufgebaut, nach Vorbild der letzten Jahre an der Volksbühne, eine Mischung aus festen und freien Künstler*innen mit Raum auch für importierte Stückensembles, wenn das künstlerisch sinnvoll ist.

 

Konkret: Die Premieren der Eröffnungsmonate werden schon ab Januar 2018 wieder als Repertoire in das Programm der Volksbühne aufgenommen, als Einzeltermine oder in kleineren Serien: Iphigenie von Mohammad Al Attar und Omar Abusaada, die Samuel Beckett-Trilogie Nicht Ich / Tritte / He, Joe unter Regie von Walter Asmus, Women in Trouble von Susanne Kennedy, 21 pornographies und to come (extended) von Mette Ingvartsen oder auch Fever Room von Apichatpong Weerasethakul. Auch 10 000 Gesten von Boris Charmatz, zentrale Choreografie in A Dancer’s Day auf Tempelhof, wird ab Februar 2018 auf die große Bühne am Rosa-Luxemburg-Platz gebracht werden.

 

Nicht ein Festivalbetrieb, sondern nachhaltiges Arbeiten und gemeinsame Entwicklung neuer Regieformen in der Tradition der Volksbühne sind das Ziel – mit einem Team und den Gewerken der Volksbühne (über 200 von 227 Mitarbeiter*innen wurden übernommen), einer ersten Gruppe von fest assoziierten Regisseur*innen und Choreograf*innen (Susanne Kennedy, Mette Ingvartsen, Boris Charmatz, Calla Henkel und Max Pitegoff) und einem Ensemble von festen und immer wiederkehrenden Schauspieler*innen, das wir im Begriff sind aufzubauen und das sich über die gemeinsame Arbeit in den nächsten Jahren konstituieren wird."

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑