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"Leonce und Lena" von Georg Büchner im Salzburger Landestheater

Premiere: Fr, 15.04.2016, 19.30 Uhr, Kammerspiele. -----

Leonce, Prinz des Reiches Popo, ist von Langeweile befallen. Er ist des Prinz-Seins überdrüssig, seiner Geliebten Rosetta ebenso und davon, die Regierung zu übernehmen und zu diesem Zweck eine ihm unbekannte Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi zu heiraten, hält er naturgemäß gar nichts.

Um diesem Zwang zu entkommen, entschließt sich Leonce zur Flucht. Auch Prinzessin Lena flieht vor der Zwangsehe. Die voreinander Fliehenden begegnen sich und erkennen hinter der Melancholie des anderen die verwandte Seele. Ihr Aufbruch führt sie aber nicht in die Freiheit, sondern geradewegs zurück in den Kleinstaat.

 

Zusammen mit dem Schauspielensemble des Salzburger Landestheaters erkundet Regisseurin Caroline Ghanipour in „Leonce und Lena“ die Auswüchse einer satten Gesellschaft. In Georg Büchners „Polit-Satire“ wird auf komisch-zynische Weise ein Gesellschaftsbild gezeichnet, dessen Aktualität überrascht.

 

Die iranisch-stämmige Caroline Ghanipour war von 2008 bis 2011 Regisseurin am Theater Regensburg, wo sie auch unter anderem eine reduzierte Version von Goethes „Urfaust“ inszenierte. Seit 2011 ist sie als freischaffende Regisseurin tätig. Ausstatter Peter Engel kehrt nach „Die schönen Tage von Aranjuez“ (2013/2014) mit „Leonce und Lena“ ans Salzburger Landestheater zurück.

 

Regie Caroline Ghanipour

Bühne und Kostüme Peter Engel

 

Mit Elisa Afie Agbaglah, Julienne Pfeil, Nikola Rudle; Clemens Ansorg, Axel Meinhardt, Walter Sachers, Sascha Oskar Weis

 

Termine 17.04. / 20.04. / 21.04. / 25.04. / 27.04.2016 u. w.

 

 

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