Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Leonhard-Frank-Preis 2013 für Heidi Fuchs Leonhard-Frank-Preis 2013 für Heidi Fuchs Leonhard-Frank-Preis...

Leonhard-Frank-Preis 2013 für Heidi Fuchs

Im Rahmen der Langen Nacht der jungen Dramatik im Mainfranken Theater Würzburg wurde am 5. April 2013 die Gewinnerin des mit 4.000 Euro dotierten Leonhard-Frank-Preises bekannt gegeben: Das diesjährige Gewinnerstück lautet Ein trojanisches Kalb von Heidi Fuchs.

Das Stück wurde von Anna-Elisabeth Frick szenisch eingerichtet. Mitgewirkt haben die Schauspieler Robin Bohn, Kai Markus Brecklinghaus, Katharina Ries und Georg Zeies. Zur diesjährigen Jury gehörten Daniel Osthoff von der Leonhard-Frank-Gesellschaft Würzburg, Intendant Hermann Schneider, Schauspieldirektor Stephan Suschke, Schauspieldramaturg Roland Marzinowski sowie die Leiterin des Jungen Theaters Nele Neitzke.

 

Seit 2006 veranstaltet das Mainfranken Theater Würzburg gemeinsam mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft jährlich einen Wettbewerb für junge Dramatikerinnen und Dramatiker – in diesem Jahr unter dem Motto „Von Geld und Götzen“. In ihren Einreichungen sollten die Bewerberinnen und Bewerber ergründen, welche Rolle Geld in einer vollkommen ökonomisierten Gesellschaft spielt, ob es nur Mittel zum Zweck oder ein eigener Fetisch ist und welche Leitbilder uns von der Wirtschaft, den Medien, der Mode vorgegeben werden. Aus über vierzig Texten hatte die Jury die drei Finalisten ausgewählt. In der Langen Nacht der jungen Dramatik wurden die Stücke von Heidi Fuchs, Ekat Cordes und Matthias Naumann von Schauspielerinnen und Schauspielern des Mainfranken Theaters szenisch gelesen.

 

Das Stück:

 

Heidi Fuchs: Ein trojanisches Kalb

Die erfolgreiche Werbeagentur „Ratz and Fatz“ erhält von dem reichsten Mann der Welt, der zum Glauben gefunden hat, einen mysteriösen Auftrag. Die Trendsetter und Werbestrategen sollen eine Kampagne entwickeln, um den Kapitalismus abzuschaffen. Barne, Hannes und Deul geben ihr Bestes, aber dieser Auftrag führt sie an ihre Grenzen. Denn der Kapitalismus lässt sich nicht fassen und entzieht sich immer wieder ihren ausgetüftelten Überlegungen. Wie kann man das kapitalistische Denken aus den Köpfen der Menschen verbannen? Langsam beginnen sie zu zweifeln, ob es im Sinne der Werbeagentur ist, den Kapitalismus zu zerstören.

 

Die Autorin:

Heidi Fuchs wurde 1986 in Bonn geboren. Von 2008 bis 2012 war sie als Bühnenbildnerin in der Werkstattbühne Würzburg tätig und hat als Grafikerin und DJ gearbeitet. 2009 gründete sie zusammen mit Stefan Klein das Künstlerduo Katharsis & Tumult. Ihre Designobjekte und Kunstwerke waren in verschiedenen Kunstausstellungen zu sehen. Seit 2012 studiert Fuchs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für das Studio des Maxim-Gorki-Theaters Berlin sowie für das Jugendtheater P 14 an der Volksbühne Berlin übernahm sie die Ausstattung mehrerer Produktionen. 2013 führte sie am HAU (Hebbel Theater am Ufer) im Rahmen des 100° Festival ihr Stück Das Geräusch von Möbeln die platzen auf.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑