Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
NACH MIR DIE SINTFLUT von Lluïsa Cunillé im prinz regent theater BochumNACH MIR DIE SINTFLUT von Lluïsa Cunillé im prinz regent theater BochumNACH MIR DIE SINTFLUT...

NACH MIR DIE SINTFLUT von Lluïsa Cunillé im prinz regent theater Bochum

Premiere 05.09.2012, 20 Uhr. -----

"Nach mir die Sintflut" waren die Worte von Joseph-Désiré Mobutu, des Diktators von Zaire, als er wegen eines Staatsstreichs das Land verlassen musste.

Jahre später: Ein europäischer Geschäftsmann sitzt mit einer weißen Frau, die seit vielen Jahren in Afrika lebt, in einem Hotelzimmer in Kinshasa. Er macht Witze. Sie lacht. Er gibt ihr Geld. Sie übersetzt, denn ein alter, todkranker Afrikaner will unbedingt mit dem Geschäftsmann reden. Er will, dass dieser sich seines Sohnes annimmt, ihn nach Europa vermittelt, als Fußballer, Leibwächter oder Diener, als was auch immer – Hauptsache, er kann dem afrikanischen Elend entfliehen.

 

Die Verhandlungen gestalten sich kompliziert, denn der Geschäftsmann kann keinen Nutzen in der Sache erkennen. Zudem hat er Skrupel: eine goldene Zukunft in Europa kann auch er nicht versprechen. Und wäre es nicht besser, der Junge bliebe bei seinem schwerkranken Vater? Doch der alte Mann lässt nicht locker – oder ist es die Übersetzerin, die so beharrlich bleibt? Und um wen, um wessen Rettung geht es hier eigentlich?

 

Die katalanische Autorin Lluisa Cunillé wurde 1961 in Barcelona geboren. Seit 2007 ist sie Hausautorin am dortigen Teatre Lliure. Mehr als vierzig Stücke und Adaptio­nen von ihr wurden bisher aufgeführt. Mit „Nach mir die Sintflut“ ist erstmals eines ihrer Stücke ins Deutsche übersetzt worden.

 

Regie: Sibylle Broll-Pape

Ausstattung: Trixy Royeck

Mann: Wolfram Boelzle

Übersetzerin: Anuk Ens

 

weitere Vorstellungen:

Fr, 07.09.2012, 20:00 Uhr

Sa, 08.09.2012, 20:00 Uhr

Di, 18.09.2012, 20:00 Uhr

Mi, 10.10.2012, 20:00 Uhr

Mi, 17.10.2012, 20:00 Uhr

So, 04.11.2012, 19:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑