Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller, Junges SchauSpielHaus Hamburg"Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller, Junges SchauSpielHaus..."Nichts. Was im Leben...

"Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller, Junges SchauSpielHaus Hamburg

Premiere am Freitag, den 11. September 2015, um 19 Uhr im JungenSchauSpielHaus. -----

Der 13-jährige Pierre Anthon weigert sich in die Schule zu gehen, setzt sich provokativ in einen Pflaumenbaum und behauptet, dass nichts auf der Welt etwas bedeute.

Seine Klassenkameraden wollen ihm das Gegenteil beweisen und fangen an, alles, was ihnen etwas bedeutet, zu »opfern« – vom Lieblingsfahrrad, über den Gebetsteppich bis hin zur Jungfräulichkeit.

 

Janne Tellers Roman ist eine präzise Parabel, die radikal den Sinn des Lebens hinterfragt und menschliche Abgründe bloßstellt. Janne Tellers preisgekrönter Jugendroman löste in Dänemark einen Skandal aus und war zeitweise sogar verboten. Offenbar hatte man Sorge, dass hier nihilistische Positionen verbreitet werden und vielleicht sogar Nachahmungseffekte entstehen. Inzwischen wird er aber an mehreren namhaften Bühnen gespielt und ist sogar Schulstoff geworden.

 

Die Leistung des Romans besteht vielleicht darin, dass die nihilistische Position bis an ihre Grenze geführt wird, dorthin, wo die Bedeutung des Menschen anfängt: im Schmerz. Der Roman ist eine präzise Parabel, die radikal den Sinn des Lebens hinterfragt, menschliche Abgründe bloßstellt – und den

Leser konsequent dazu herausfordert, selbst zu überprüfen, ob und welche Bedeutung sein

Leben hat.

 

[13+]

 

Es spielen: Florence Adjidome, Philipp Kronenberg, Florens Schmidt, Sophia Vogel

 

Regie: Klaus Schumacher

Ausstattung: Katrin Plötzky

Musik: Tobias Vethake

Video: Jürgen Salzmann

 

Weitere Aufführungen am 13., 14. und 15. September

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑