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Oper Frankfurt: HEINER GOEBBELS’ LANDSCHAFT MIT ENTFERNTEN VERWANDTEN MIT DEM ENSEMBLE MODERN

Premiere Mittwoch, 1. Mai 2013, um 20.00 Uhr im Bockenheimer Depot. -----

Der Titel der Oper von Heiner Gobbels, einem der bedeutendsten deutschen Musiker unserer Zeit, erinnert an Gemälde Alter Meister wie Nicholas Poussin, die nicht zentralperspektivisch angeordnet sind, sondern alle Motive gleich behandeln und auch solche in großer Entfernung nie unwichtig oder unscharf, sondern detailgetreu zeigen.

Für den Betrachter ist das Zentrum nicht vorweg entschieden, so dass er seine eigene Sichtweise wählen kann. Diesem Prinzip gehorchend, entwickelte Heiner Goebbels in dieser Komposition keine lineare Handlung, sondern ein Kaleidoskop ständig wechselnder Bilder, in denen die Mitglieder des Ensemble Modern gleichermaßen als Darsteller wie als Musiker in ständig wechselnden Personenkonstellationen aus verschiedenen Kulturen und Epochen agieren: als rhythmisch sattelfeste Trommlergruppe, Rokoko-Gesellschaft, tanzende Derwische oder abgehalfterte Cowboys. Damit gleicht das Werk – mit den Worten des Komponisten selbst – einem musikalisch-literarischen Rundgang durch ein Museum. Das Libretto besteht aus Texten, Erzählungen, Abhandlungen und Gedichten von Gertrude Stein, Giordano Bruno, Henri Michaux, T. S. Eliot, François Fénelon, Leonardo da Vinci, Michel Foucault und Nicolas Poussin.

 

Im Jahr 2002 in Goebbels eigener Regie uraufgeführt, hat das Werk während seiner zahlreichen Aufführungen ständige Weiterentwicklungen erlebt, die zuletzt nach den Stadien eines RadioHörstücks und einer konzertanten Bearbeitung unter dem Titel Bildbeschreibungen zu einer Fassung auf CD geführt haben, die 2007 bei ECM in München erschienen ist. Diesen Prozess setzte das Ensemble Modern gemeinsam mit Heiner Goebbels fort und erarbeitete 2010 eine neue „Frankfurter Fassung“, die die Instrumentalisten noch stärker auf der Bühne integriert, die Szenografie von Klaus Grünberg und die Kostüme von Florence von Gerkan beibehält, jedoch ein intimeres Format besitzt, ohne dabei auf die Tiefenschärfe der Szenen zu verzichten. Die Erstaufführung dieser Frankfurter Fassung ist nun in Koproduktion mit der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot zu erleben.

 

Oper für Solisten und Ensemble von Heiner Goebbels (* 1952)

mit Texten von Gertrude Stein, Giordano Bruno, Henri Michaux, T.S. Eliot,

François Fénelon, Leonardo da Vinci, Michel Foucault und Nicolas Poussin

Frankfurter Fassung (2010)

 

Musikalische Leitung: Franck Ollu

Komposition und Inszenierung: Heiner Goebbels

Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg

Kostüme: Florence von Gerkan

Klangregie: Norbert Ommer

Mitarbeit Inszenierung: Stephan Buchberger

Musikalische Mitarbeit: Hubert Machnik

Bariton: Holger Falk

Schauspieler: David Bennent

Ensemble Modern

 

Eine Koproduktion von Oper Frankfurt, Grand Théâtre de Genève, Berliner Festspiele, Festspielhaus St. Pölten, La Filature de Mulhouse und Ensemble Modern mit großzügiger Unterstützung durch die Deutsche Bank Stiftung und die Kulturstiftung des Bundes

Ein Auftragswerk der Europäischen Festival-Vereinigung

Die Neufassung 2010 wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Aventis Foundation

 

Weitere Vorstellungen: 4., 5. (18.00 Uhr), 6., 8., 9. Mai 2013

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 20.00 Uhr

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

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