Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Othello" von William Shakespeare, Schauspiel Leipzig"Othello" von William Shakespeare, Schauspiel Leipzig"Othello" von William...

"Othello" von William Shakespeare, Schauspiel Leipzig

Premiere: 3. Oktober 2013, 19:30, Große Bühne. -----

Othello, der Held Venedigs, bringt inmitten der Kriegswirren gegen die Türken seine schöne Frau Desdemona um. Und Auslöser war ein seidenes Taschentuch.

 

Entgegen allen Erwartungen beförderte Othello den befreundeten, aber unerfahrenen Cassio zum Leutnant, nicht seinen Fähnrich Jago, der daraufhin eine tödliche Intrige spinnt: Mittels des Taschentuchs bringt er Desdemona in den Verdacht, Othello mit seinem Leutnant Cassio betrogen zu haben. Von seiner nichtsahnenden Frau Emilia erhält Jago das verhängnisvolle Taschentuch, der nach Desdemona schmachtende Rodrigo wird in seinen Händen zur Waffe gegen Cassio und Othello verfällt dem Eifersuchtswahn, was Desdemona am Ende mit dem Leben bezahlt.

 

In William Shakespeares „Othello“ (1603/04), der großen Tragödie über den Schmerz, der aus der Liebe kommt, bestimmt die Dualität zwischen Othellos innerem Kampf mit der steigenden Qual und Jagos gnadenlosem Hetzen die unglaubliche Intensität der Handlung. Auf der einen Seite der Fremde, der heldenhafte General, den die vermeintliche Untreue Desdemonas wie der Zusammenbruch der Weltordnung überkommt, die er durch den, fast rituellen, Mord wiederherzustellen versucht. Ihm gegenüber Shakespeares schillerndste „Vice“-Figur, der personifizierte Teufel Jago, der das Böse um des Bösen willen in den verschiedensten Spielarten betreibt und als kalter Manipulator den ihm verhassten Othello zu Grunde richtet.

 

Für Regisseur Christoph Mehler ist „Othello“ wie eine Geisterbahn der Gedanken, in der die Abgründe der menschlichen Seele ausgelotet werden, als wären alle Figuren mit ihren egoistischen Absichten Teil eines finsteren Alptraums, platziert von Jago als fratzenhafte Erscheinungen in Othellos Gehirn, hervorgerufen durch die dunkle Seite der Liebe – die Eifersucht.

 

in der Übersetzung von Gabriella Bußacker und Jan Bosse

 

Regie: Christoph Mehler

Mitarbeit Regie: Christina Zintl

Bühne: Nehle Balkhausen

Kostüme: Janina Brinkmann

Video: Konny Keller

Musik: Oliver Urbanski

Dramaturgie: Matthias Huber

 

Besetzung

Bernd-Michael Baier

Pina Bergemann

Matthias Hummitzsch

Hartmut Neuber

Felix Axel Preißler

Mathis Reinhardt

Annett Sawallisch

André Willmund

 

 

Mi, 09. Oktober 19:30 Große Bühne

Fr, 25. Oktober 19:30 Große Bühne

Mi, 13. November 19:30 Große Bühne

Fr, 29. November 19:30 Große Bühne

Fr, 20. Dezember 19:30 Große Bühne

Fr, 17. Januar 19:30 Große Bühne

Sa, 08. Februar 19:30 Große Bühne

Mi, 12. März 19:30 Große Bühne

Fr, 04. April 19:30 Große Bühne

So, 20. April 19:30 Große Bühne

Do, 15. Mai 19:30 Große Bühne

Sa, 24. Mai 19:30 Große Bühne

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑