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Prinz Friedrich von Homburg - Ein Projekt nach Heinrich von Kleist - Münchner Volkstheater

Premiere 25. Juni 2011. -----

 

In der Schlacht bei Fehrbellin macht der General Prinz Friedrich von Homburg einen groben Fehler, sein eigenmächtiges Eingreifen erringt zwar den Sieg, handelt ihm aber auch Todesstrafe beim Kurfürsten ein.

 

Schuld an der Befehlsmissachtung ist ein Scherz, den sich der Kurfürst am Vortag am schlafwandelnden Prinzen erlaubt. Hierbei verliert Prinzessin Natalie ihren Handschuh. Im Wachzustand bei der Befehlsübergabe ist der Prinz nur mit der Frage beschäftigt, wie dieser in seine Hände geriet. Er deutet den Handschuh als gutes Omen und als Zeichen der Liebe Nataliens zu ihm, überhört dadurch jedoch die Order. Im Angesicht seines ausgeschaufelten Grabes, sinkt dem tapferen Prinzen das Herz in die Hose. Der Kurfürst ist bereit, auf Bitten seiner Nichte Natalie, den Prinzen zu begnadigen, allerdings nur, wenn dieser das Urteil selbst als ungerecht hält ....

 

„Wer heut sein Haupt noch auf der Schulter trägt, / Hängt es schon morgen zitternd auf den Leib, /Und übermorgen liegts bei seiner Ferse. / Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch, / Und über buntre Felder noch, als hier: / Ich glaubs; nur schade, daß das Auge modert, / Das diese Herrlichkeit erblicken soll.“

 

Die Regisseurin

 

Mareike Mikat, (*1978 in Frankfurt/O.), studierte an der „Ernst Busch“ Hochschule für Schauspielkunst Berlin Regie. In Frankfurt/O. gründete sie 2001 den Theaterjugendclub ZEHN°MINUS, den sie bis 2003 leitete. Seit 1998 realisiert sie Inszenierungen u. a. am Staatstheater Kassel, am Theater unterm Dach, an der Volksbühne in Berlin und am Maxim Gorki Theater Berlin. Am Thalia Theater Halle inszenierte Mareike Mikat zuletzt „Der Widerspenstigen Zähmung“.

 

In Heidelberg war von ihr 2006/07 „Ulzanas Rache“ von David Lindemann zu sehen. In der Spielzeit 2007/08 inszenierte sie am Theater Heidelberg „Ein Teil der Gans“ von Martin Heckmanns und „Antigone“ von Sophokles. Bis zur Spielzeit 2009/10 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Leipzig. An der dortigen Skala inszenierte sie u. a. die deutschsprachige Erstaufführung von „Juli“ von Iwan Wyrypajew und wurde damit zum Festival Radikal Jung 2009 eingeladen. Nach „Das fünfte Imperium“ nach dem Roman von Victor Pelewin ist dies ihre zweite Arbeit am Münchner Volkstheater.

 

Regie Mareike Mikat

Bühne und Kostüm Marie Roth

Musik Moritz Krämer

 

Besetzung

 

Frierdrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg Jean-Luc Bubert

Prinzessin Natalie von Oranien Mara Widmann

Prinz Friedrich Arthur von Homburg Robin Sondermann

Obrist Kottwitz Max Wagner

Graf Hohenzollern Xenia Tiling

Graf Truchß, Obrist der Infanterie Stefan Ruppe

Hennings, Oberst der Infanterie Lenja Schultze

Rittmeister von der Golz Pascal Riedel

 

 

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