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RAMBO plusminus ZEMENT - Ein Live-Film von Klaus Gehre nach Heiner Müller, Sylvester Stallone und David Morrell - Schauspiel Dortmund

Premiere am Mittwoch 17. Februar 2016, 20.00 Uhr, Schauspielhaus (Studio). -----

Vereinigte Staaten von Amerika, 1970er Jahre, kurz nach dem Vietnamkrieg. Ex-Elitesoldat John Rambo ist im ländlichen Nordwesten unterwegs. Als er in die Kleinstadt Hope kommt, sieht der Sheriff in ihm nur einen verwahrlosten Landstreicher und verweist ihn der Stadt.

Doch Rambo kommt zurück, wird von den übereifrigen Provinz-Polizisten verhaftet, verhört und misshandelt; traumatische Erinnerungen aus Vietnam fluten sein Bewusstsein. Rambo befreit sich mit Gewalt, flieht in die nahen Wälder, wo er die im Krieg erworbenen Überlebens-Taktiken anwendet. Schnell stellt der Sheriff eine ganze Armee gegen ihn auf – Vertreter einer Weltmacht, die das Trauma des Krieges weiter verdrängen will.

 

Zeitsprung, Ortswechsel: Russland, 1920, am Ende des Bürgerkriegs, kurz nach der Russischen Revolution. Auch für Gleb Tschumalow ist der Krieg vorbei – aber nicht der Kampf. Denn bei seiner Rückkehr nach Hause muss der ehemalige Regimentskommissar feststellen, dass der Traum von einer besseren Welt krepiert: Keine Arbeit, das einstige Zementwerk liegt brach, und das, was die Genossen als neue Epoche mit neuer Gesellschaft feiern, durchschaut Tschumalow als blindwütiges Verwalten des Stillstands, in den Trümmern aus Krieg und Revolution, jenseits jeder Utopie.

 

Heiner Müllers Tschumalew aus Zement (entstanden 1972) und Stallones Rambo von 1982 – Klaus Gehre kombiniert die Geschichten zweier Kriegs-Heimkehrer, die gegen die Erstarrung der Nachkriegs-Gesellschaft ihrer Heimat anrennen. Wie viel Widerstand vermag ein politisches System in sich zu integrieren? Ein Blick in Sozialismus und Kapitalismus, auf das Scheitern der Utopie und die Utopie jenseits dieses Scheiterns.

 

Eine DOGMA20_13 Produktion

 

Regie und Textfassung: Klaus Gehre

Bühne: Klaus Gehre, Mai Gogishvili

Kostüme: Mai Gogishvili

Musik und Sounds: Michael Lohmann

Video-Art: Jan Voges

Video-Operator: Joscha Richards

Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz

Regieassistenz: Friederike Helmes

Ausstattungsassistenz: Ronny Wollmann

Inspizienz: Tilla Wienand

Soufflage: Marie Helbing

 

Badjin / Lenin / Trautmann / Mitch / Lester: Ekkehard Freye

Kleist / Sheriff : Andreas Beck

Tschumalow / Rambo: Sebastian Kuschmann

Dascha 1 / Makar / Journalistin / Pilot: Caroline Hanke

Dascha 2 / Tschibis / Herakles 2 oder die Hydra: Marlena Keil

Stimmen: Alle mit Allen

 

 

 

 

 

 

 

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