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"Sein oder Nichtsein", Komödie von Nick Whitby nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch - Theater St. Gallen

Premiere: Freitag, 27. September 2019, 19.30 Uhr, Grosses Haus

20.09.2019
Kategorien: Schweiz, News, Schauspiel

Basierend auf dem Filmklassiker Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch hat der britische Dramatiker Nick Whitby 2008 eine Komödie fürs Theater geschrieben. 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, probt am Polski Theater in Warschau die Schauspieltruppe um die Publikumslieblinge Josef und Maria Tura eine antifaschistische Komödie. Das Ensemble fiebert der Premiere entgegen. Doch das Stück fällt der Zensur zum Opfer, da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten will.

Ein Jahr später hat das Polski Theater den Spielbetrieb eingestellt. Stattdessen hausen die Schauspieler in dem maroden Gebäude. Angesichts der Nazi-Herrschaft verzweifelt und verarmt die Truppe immer mehr. Als es aber darum geht, das Leben polnischer Untergrundkämpfer zu schützen und einen Spion der Gestapo unschädlich zu machen, nehmen die Schauspieler all ihren Mut zusammen, schlüpfen – wie in der zuvor verbotenen Komödie – in die Rolle von Nazis und retten damit nicht zuletzt ihr eigenes Leben.

Sein oder Nichtsein ist eine satirische Auseinandersetzung zum einen mit dem nationalsozialistischen Regime und dessen Verfechtern und zum anderen mit den Befindlichkeiten eitler Schauspielerinnen und Schauspieler, die jedoch in der Not über sich hinauswachsen und zu Kämpfern gegen die Besatzung und für ihr Heimatland werden. Whitbys Komödie ist ein irrwitziges, gefährliches Spiel mit Identitäten, bei dem Realität und Darstellung miteinander verschmelzen.Die bitterböse Komödie, die 2008 in New York uraufgeführt wurde, erfährt angesichts des Aufkeimens nationalistischer Ideologien und Bewegungen der jüngsten Zeit eine beklemmende Aktualität. Regie führt Barbara-David Brüesch, die Hausregisseurin des Theaters St.Gallen.

Inszenierung Barbara-David Brüesch
Bühne Damian Hitz
Kostüm Heidi Walter
Licht Andreas Volk
Musik / Live-Musik Philip Bartels, Michael Flury
Dramaturgie Anja Horst, Stefan Späti

Josef Tura Bruno Riedl
Maria Tura Diana Dengler
Stanislaw Sobinsky Rainer Begoihn (Mitglied des Schauspielstudios)
Grünberg / Sturmführer Erhardt Matthias Albold
Anna Birgit Bücker
Rowicz / Professor Silewski Fabian Müller
Eva Zagatewska Pascale Pfeuti
Dowasz / Sturmführer Schulz Frederik Rauscher
Walowska Leonie Kolhoff (Mitglied des Schauspielstudios)
Junger Grünberg / Wilhelm Nils Etter / Jakob Thielemann

Einführungsmatinee
Sonntag, 22. September 2019, 11 Uhr, Lokremise
Vorstellungen
Freitag, 27. September 2019, 19.30 Uhr (Premiere)
Dienstag, 1. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 13. Oktober 2019, 17 Uhr
Freitag, 25. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 27. Oktober 2019, 14 Uhr
Sonntag, 27. Oktober 2019, 19 Uhr
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 10. November 2019, 19 Uhr
Mittwoch, 13. November 2019, 19.30 Uhr
Donnerstag, 21. November 2019, 19.30 Uhr
Freitag, 6. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Montag, 9. Dezember 2019, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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