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SELTSAMES INTERMEZZO von Eugene O'Neill, Münchner Kammerspiele

Premiere im Schauspielhaus, am 25. Mai 2013 um 16 Uhr. -----

Sowohl melodramatisches Portrait als auch Comic-Strip, Dokumentartheater, aber vor allem Seifenoper: SELTSAMES INTERMEZZO von dem amerikanischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Eugene O'Neill ist ein überwältigendes Theaterexperiment von 1928, in dem sich direkte Rede und Gedankenströme ständig abwechseln.

Wahnsinn, Abtreibung, Depression, Schuld-Komplexe, Promiskuität, Untreue, Tod: Das sind die Themen, die neun Akte und mehr als 25 Jahre überspannen. Erzählt wird die Lebensgeschichte einer Frau und der vier Männer in ihrem Leben. Fast obsessiv beschreibt O'Neill die Entwicklung seiner Heldin über alle möglichen Rollen hinweg, von jung bis alt, von unschuldiger Jungfrau bis zur angesäuerten und egoistischen Gattin, von Frau über Liebhaberin bis zur Mutter. SELTSAMES INTERMEZZO ist mehr als ein Stück, es ist ein emotionaler Erschöpfungskampf.

 

In SELTSAMES INTERMEZZO ist der Tod überall. Wie ein großes Sprachrequiem treibt O'Neill seine Protagonistin in ihrem Kampf mit dem Leben und gegen den Tod bis zum Äußersten. Dieses Stück ist das großartige Porträt einer Frau, die, durch das Leben geschlagen, doch immer wieder Kraft findet, durchzuhalten.

Ivo van Hove

 

Regie: Ivo van Hove,

Bühne und Licht: Jan Versweyveld,

Kostüme: Ann D'Huys,

Live-Musik: Daniel Freitag,

Dramaturgie: Koen Tachelet

 

Mit: Marc Benjamin, Peter Brombacher, Anna Drexler, Daniel Freitag, Stefan Hunstein, Sandra Hüller, Christian Löber, Annette Paulmann, Maximilian Simonischek

 

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