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SPUREN.SUCHE. Ein Theaterspektakel im Maxim Gorki Theater Berlin

Eröffnung der Spielzeit 2006/2007 am 29. und 30. September 2006 ab 18.00 Uhr

Zehn Inszenierungen in drei Spielrunden auf allen Bühnen des Hauses und an ungewöhnlichen Spielorten, wie dem Kastanienwäldchen hinter der „Neuen Wache“ werden an den Spektakeltagen vom frühen Abend bis nach Mitternacht zu sehen sein.

Der Zuschauer wählt aus, was er neben der Eröffnungsproduktion „Baumeister Solness“ noch sehen will.

Die Auseinandersetzung mit den SPUREN der Geschichte und dem Ort in der Mitte Berlins ist dem Maxim Gorki Theater ebenso wichtig wie die SUCHE, die am Beginn jeder neuen Arbeit steht. SPUREN. SUCHE. steht aber auch für Neugier, Abenteuerlust und Entdeckermut.

 

Ouvertüre um 18.00 Uhr

 

Spielrunde 1 um 19.00 Uhr :

 

BAUMEISTER SOLNESS Henrik Ibsen

Halvard Solness ist ein erfolgreicher Architekt. Ihn treibt die Angst vor dem Fall und vor der Jugend an. Unerwartet taucht die junge Hilde Wangel auf. Vor Jahren hat er ihr ein Königreich versprochen. Gemeinsam mit Hilde wagt Solness noch einmal alles.

Es spielen: Cristin König, Iringó Réti, Anja Schneider; Peter Kurth, Andreas Leupold, Peter Moltzen. Regie: Armin Petras, Bühne und Kostüme: Susanne Schuboth

 

Spielrunde 2 um 21.00 Uhr

Der Zuschauer entscheidet sich für eines dieser sechs Stücke:

 

BERLIN EIN MEER DES FRIEDENS Einar Schleef

Eine Wohnung im Ost-Berlin der 80er Jahre. Bei Bier und Pralinen sitzt ein Ehepaar vor dem Fernseher und besieht sich den Krieg, bis die Flut kommt, der keiner entkommen kann.

Es spielen: Ruth Reinecke und Fabian Gerhardt. Regie: Sebastian Baumgarten, Bühne: Alexander Wolf, Kostüme: Ellen Hofmann

 

BERLINER VERHÄLTNISSE Raul Zelik

Mario ist 32. Plötzlich wird klar: So kann es nicht weitergehen. Zwischen Inkasso-Business, bosnischen Frauen und globalisierungskritischen Mitbewohnern wird’s eng.

Es spielen: Ellen Schlootz; Felix von Hugo, Ingolf Müller-Beck, Holger Stockhaus, Frank Wiegard. Regie: Peter Kastenmüller, Bühne: Michael Graessner, Kostüme: Keria Schreiber

 

DER STARKE STAMM Marieluise Fleißer

Sattlermeister Bitterwolf feiert das Begräbnis seiner Frau. Doch statt zu trauern, geht es den Gästen ums Erben. Alle sind bis über beide Ohren verschuldet. Es gilt: Alles oder Nichts! Nur Schwägerin Balbina gibt nicht auf.

Es spielen: Anika Baumann, Ursula Werner; Ulrich Anschütz, Tim Hoffmann, Peter Kurth, Florian Stetter. Regie: Hermann Schein, Bühne und Kostüme: Stefan Heyne

 

DRAUSSEN VOR DER TÜR Wolfgang Borchert

Beckmann hat genug. Er hält es nicht mehr aus in der Welt der anderen,

die für ihn keinen Platz haben. Doch für den Tod ist er noch nicht reif. Ein Stationendrama, das von der Fortsetzung des Krieges durch soziale Ausgrenzung erzählt.

Es spielen: Iringó Réti, Danielle Schneider, Stephanie Stremler; Silvio Hildebrandt, Wolfgang Hosfeld, Ronald Kukulies, Gunnar Teuber. Regie: Matthias Huhn, Bühne: Michael Graessner, Kostüme: Jutta Kreischer

DIE HAMLETMASCHINE Heiner Müller

Erinnerung an ein Staatsbegräbnis wenige Tage nur vor dem ungarischen Aufstand. Der Sohn eines stalinistischen Führers verzweifelt über das Endspiel einer großen Hoffnung. Ophelia stirbt unzählige Tode, „solange diese Maschine ihm zugehört“. Ein Hamlet des 20. Jahrhunderts, das mit Terror endet.

Es spielen: Hanna Eichel und Robert Kuchenbuch. Regie: Alexander Hawemann, Bühne und Kostüme: Annette Riedel

 

 

WESTWÄRTS Rolf Dieter Brinkmann

In Brinkmanns Gedichten ist alles literaturfähig, auch und gerade das „Gewöhnliche“. Unter dem Druck der Bilder wird die Sprache so zur gefährlichen Waffe dieses Dichterterroristen in radikal eigener Sache. Eine Reise nach Amerika, in die Erinnerung und Brinkmanns Heimat Vechta. Es spielt: Michael Klammer. Regie: Niklas Ritter

 

Spielrunde 3 um 22.30 Uhr

Der Zuschauer entscheidet sich für eines dieser drei Stücke:

 

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS Johann Wolfgang Goethe

Werther will weg, immer nur weg. Seine Mutter sähe ihn gern „in Aktivitäten“, aber „tief in seinem Inneren“ fühlt er eine Leere. Lotte soll diese „Lücke“ füllen. Doch Lotte gehört Albert. Fern jeder Lebensaufgabe und Bindung wird für Werther der freie Wille zur Marter.

Es spielen: Fritzi Haberlandt; Ronald Kukulies, Hans Löw. Regie: Jan Bosse, Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Kathrin Plath, Musik: Arno P. J. Kraehahn

 

MUTTER KÜSTERS FAHRT ZUM HIMMEL Rainer Werner Fassbinder (Uraufführung)

Emma Küster erfährt aus dem Radio, dass ein Arbeiter seinen Personalchef

erschossen hat. Der Täter, ihr Ehemann Hermann, beging anschließend Selbstmord. Gegen Skandalpresse und Familie kämpft Emma um ihre Würde und Hermanns guten Ruf.

Es spielen: Hanna Eichel, Ruth Reinecke, Stephanie Stremler; Ulrich Anschütz, Guido Lambrecht, Gunnar Teuber.

Regie: Heiko Senst, Bühne und Kostüme: Andrea Kannapee

 

DAS HAUS Einar Schleef (Uraufführung)

Die Passionsgeschichte eines Maurers, der auf der Baustelle seines Lebens scheitert. Eine DDR-Kleinfamilie hat im Thüringer Wald ein Haus um die eigene Leere gebaut. Als alles eingerichtet ist, stellt sich die Frage: Was ist Leben, wenn die Arbeit getan ist?

Es spielen: Andreas Leupold sowie Musiker der Universität der Künste. Regie: Armin Petras, Bühne und Kostüme: Annette Riedel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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