Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Stadttheater Bremerhaven: "Das andalusische Mirakel" von Lars Albaum und Dietmar JacobsStadttheater Bremerhaven: "Das andalusische Mirakel" von Lars Albaum und...Stadttheater...

Stadttheater Bremerhaven: "Das andalusische Mirakel" von Lars Albaum und Dietmar Jacobs

Premiere: 12. September 2009 / 19.30 Uhr / Kleines Haus

 

Was zu viel ist, ist zuviel! Hubertus Heppelmann ist stinksauer: seine Frau hat ihm zum Frühstück ein Ei auf den Kopf gehauen. Das muss man sich mal vorstellen! Nun gut, er hat den silbernen Hochzeitstag vergessen, aber sich deswegen gleich so anzustellen...

Die Scheidung muss her und zwar sofort! Dumm nur, dass Heppelmanns Anwalt gerade Urlaub in Spanien macht. Aber das kann einen wie ihn nicht abhalten, also nichts wie rein ins Auto und ab in den Süden! Was den mittelständischen Unternehmer in seiner von Wut befeuerten Zielstrebigkeit dann doch wenigstens aufhält, ist eine Autopanne im Nirgendwo der andalusischen Tiefebene, ausgerechnet in einem auf keiner Karte zu findenden Kaff, San Miguel, in dem es zwar kein funktionierendes Mobilfunknetz gibt, dafür aber das schäbigste Hotel der Welt. Hubertus bleibt nichts anderes übrig, als sich im letzten freien Zimmer der üblen Absteige einzumieten, denn das Örtchen platzt aus allen Nähten: man feiert den hundertsten Jahrestag des „Wunders von San Miguel“.

 

Der listige spanische Zimmerkellner Juan vergibt deshalb das Zimmer auch noch an die fröhlich-dauerplappernde Studentin Nelli, die beim Trampen von Berlin zu ihrem Freund an die Algarve ebenfalls in der Pampa gestrandet ist. Den beiden bleibt nichts anderes übrig, als zu teilen. Doch bald fliegen zwischen den grundverschiedenen Charakteren nur so die Fetzten. Der Streit eskaliert schließlich darin, dass die beiden mit den Köpfen aneinander stoßen und, wie einst vor hundert Jahren ein Rind und ein Schwein, die Körper tauschen. Als dann auch noch Hubertus’ Frau und Nellis Freund eintreffen, ist selbst der findige Juan restlos überfordert...

 

Inszenierung: Wolfgang Hofmann;

Bühne: Ralf Zwirlein; Kostüme: Melanie Braun

 

Ensemble: Hella-Birgit Mascus (Edelgard), Laina Schwarz (Nelli); Guido Fuchs (Juan), Kay Krause (Hubertus), Thomas Kellner (Benny)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑