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"Terror" von Ferdinand von Schirach - FAQ-Room 8 im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg

Am: 7/4/2016 / 20 Uhr / SchauSpielHaus, FAQ-Room. -----

Lars Koch, der junge Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, ist angeklagt, eigenmächtig ein von einem Terroristen entführtes Passagierflugzeug mit 164 Insassen abgeschossen zu haben. Er wollte mit dieser Tat ein noch größeres Unglück verhindern: Das Flugzeug nahm Kurs auf ein vollbesetztes Stadion.

In einem modernen Gerichtsdrama spielt der Jurist und Autor Ferdinand von Schirach eine Notsituation durch, die Menschen vor kaum zu bewältigende Entscheidungen stellt. Welches Rechtsprinzip soll gelten – eines, das nach der Größe der zu vermeidenden Opfer eines Anschlages fragt, oder eines, das sich nach dem Schutz des einzelnen Lebens richtet? Wie stellt sich eine demokratisch verfasste Gesellschaft der Bedrohung terroristischer Anschläge, die längst auch Europa erreicht hat? Wie werden Freiheits- und Sicherheitsbedürfnisse gegeneinander abgewogen?

 

In der Konstruktion eines exemplarischen Falls spitzt Ferdinand von Schirach diese Fragen zu: So wie der Pilot sich für eine Handlungsoption entscheiden muss, fordert Schirach die Zuschauer auf, über den Fall, über ‚schuldig‘ oder ‚nicht schuldig‘ abzustimmen.

 

Mit:

Karoline Bär (Nelson, Staatsanwältin),

Andreas Grötzinger (Christian Lauterbach, Zeuge),

Jonas Hien (Lars Koch, Angeklagter),

Anja Lais (Vorsitzende),

Michael Prelle (Biegler, Verteidiger),

Gala Othero Winter (Franziska Meiser, Zeugin)

 

Einrichtung: Jörg Bochow und Rita Thiele / Bühne: Jo Schramm / Kostüme: Astrid Klein /

Sounddesign: Hannes Gwisdek

 

Weitere Termine: 18/4, 7/5, 8/5 / SchauSpielHaus

Eintritt 9 – 15 Euro

Karten unter Tel. 040.248713 / kartenservice@schauspielhaus.de / www.schauspielhaus.de

 

Mit der Veranstaltungsreihe unter dem Titel FAQ-Room geht das Deutsche SchauSpielHaus den

»frequently asked questions« nach, die den gegenwärtigen politischen, sozialen und philosophischen

Diskurs bestimmen. Dazu gehören Inszenierungen aktueller Texte wie Michel Houellebecqs Roman »Unterwerfung« in der Regie von Karin Beier und Ayad Akthars Stück »Geächtet« in einer Inszenierung von Klaus Schumacher, aber auch Lecture Performances, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Filmpräsentationen.

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