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THEATER BONN: HEDDA GABLER von Henrik Ibsen

Premiere 13. November 2010, 19.30 Uhr, Kammerspiele

 

Kurz nach dem Tod ihres geliebten Vaters, des gut situierten, angesehenen Generals Gabler, hat die schöne und eigensinnige Hedda Gabler den Kunsthistoriker Jörn Tesman geheiratet.

 

Tesman ist ein durch und durch ehrlicher und strebsamer Mann, der Hedda schon immer angebetet hat – und der sie, brav und solide, wie er nun einmal ist, entsetzlich langweilt. Soeben ist das jung verheiratete Paar von einer sechsmonatigen Hochzeitsreise heimgekehrt und in eine alte Villa gezogen, in der zu leben früher einmal ein Wunschtraum Heddas war.

 

Bald erfahren sie, dass Ejlert Lövborg, ein Jugendfreund Tesmans und Heddas ehemaliger Geliebter, wieder in der Stadt ist, dass er seinen Alkoholismus überwunden und gemeinsam mit Thea Elvsted, einer Bekannten Heddas aus der Schulzeit, ein Buch geschrieben hat. Hedda sucht beider Nähe, spielt ihnen alte Vertrautheit vor und drängt sich, berechnend und manipulativ, in ihre Beziehung hinein. Nach und nach gelingt es ihr, den labilen Lövborg immer mehr zu verunsichern, immer stärker ins Wanken zu bringen, was er sich mit Theas Hilfe aufgebaut hat – bis sie ihn schließlich in den Selbstmord treibt.

 

Damit erfüllt sich Heddas Wunsch, endlich einmal das Leben eines anderen Menschen im Griff zu haben. Doch liefert sie sich auch selbst einem Anderen aus: dem Richter Brack, der um ihre Mitschuld an Lövborgs Selbstmord weiß und sie nun zu erpressen versucht …

 

Ibsens 1891 in München uraufgeführtes Stück kreist um eine Protagonistin, die uns Rätsel aufgibt. Warum nur ist Hedda Gabler, wie sie ist? Woher rühren ihr Lebensüberdruss, ihre Überheblichkeit? Ist sie einsam, fehlt es ihr an einem Menschen, dem sie sich öffnen kann, der sie versteht? Oder an einer Aufgabe? Liegt ihrem Handeln eine tiefere Motivation zugrunde? Oder ist sie doch nur eine verzogene Kindfrau, die hohe Ansprüche hat, aber nichts leistet? Die nie erwachsen gewordene Generalstochter, die der eigenen Mittelmäßigkeit nicht ins Auge sehen kann?

 

Klaus Weise, Theater-, Film- und Opernregisseur, hat vom Düsseldorfer Schauspielhaus bis zur Wiener Burg an zahlreichen Bühnen gearbeitet und ist seit 2003 Generalintendant von THEATER BONN. Mit HEDDA GABLER bringt Klaus Weise eine weitere Frauenfigur von Ibsen auf die Bühne der Kammerspiele.

 

Deutsche Fassung von Klaus Weise

Inszenierung: Klaus Weise

Ausstattung: Fred Fenner

Licht: Thomas Roscher

Dramaturgie: Kristina Wydra

 

Jörn Tesman, Doktor der Kulturgeschichte: Germain Wagner

Hedda Tesman, seine Frau: Katharina von Bock

Fräulein Juliane Tesman, seine Tante: Susanne Bredehöft

Frau Elvsted: Tatjana Pasztor

Richter Brack: Wolfgang Maria Bauer

Ejlert Lövborg: Ralf Drexler

Charity, Aupair-Mädchen bei Tesmans: Charity Laufer

 

Eine Koproduktion von THEATER BONN und dem Théâtre National du Luxembourg

 

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