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Theater der Klänge: "Teufels Kreise" in Düsseldorf

Premiere 1. Dezember 2006 um 20 Uhr im FFT-Juta Düsseldorf.

Anstatt die Armut zu bekämpfen, bekämpft man die Armen.

oder

Man baut dort ein Gefängnis, wo man andernorts eine Fabrik schließt.

Was für eine merkwürdige Zeit!

Was machen wir da eigentlich ?

Haben wir den Verstand verloren ?

 

Menschen, die sonst weder zu Wort kommen noch gehört werden, berichten sprachlich über ihr alltägliches Leben, ihre Hoffnungen und Frustrationen, Verletzungen und Leiden. In ihrer Zusammenschau ergeben diese Lebens- und Gesellschaftsbilder ein Röntgenbild der gegenwärtigen Gesellschaft, geprägt von zunehmendem Konkurrenzdruck, struktureller Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, gesellschaftlicher Marginalisierung immer breiterer Bevölkerungsgruppen.

Sie alle leiden in der einen oder anderen Form an den gesellschaftlichen Zuständen, ihr Leben ist mit Belastungen, Zumutungen und Demütigungen verbunden. Die Interviewten berichten von den Missständen, die ihnen das Leben schwer machen, gegen die sie aber in der Regel nichts unternehmen können.

 

Arme und insbesondere mittellose Immigranten sind der Grund für diffuse Ängste. Sie von einer anderen Seite und ohne Klischees zu zeigen, ihre Menschlichkeit in einer Straße, einem Gefängnis, vor Gericht oder in einem Keller in der Stadt mit ihren Gefühlen, ihren Wünschen, ihren Ängsten und in ihrer Hoffnungslosigkeit ist Intention des Theaterstücks „Teufels Kreise“.

 

Menschen eine Stimme geben, deren Sorgen und Probleme sonst wenig Beachtung finden. Dabei geht es nicht um das bemitleiden, auslachen, oder verabscheuen dieser Menschen, sondern um Verständnis!

 

Projektleitung und Regie: J.U.Lensing

 

Choreografische Arbeit: Jacqueline Fischer

Musik/Ton: Thomas Neuhaus / N.N.

Lichtdesign: Christian Schroeder

Bühnenbild + Ausstattung: Petra Buchholz

 

Darstellerinnen:

Nicole Baumann

Salome Dastmalchi

Catalina Gomez

Tamara Gomez

Deborah Klein

Caitlin Smith

Hana Zanin

 

Darsteller:

Thomas Heidenreich

Klaus Michalski

Eugen Verenin

 

 

 

 

Weitere Aufführungen vom 2.-17 Dezember ebenfalls im FFT-Juta in Düsseldorf

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